Hilfreiche Tipps zum Finden

vom richtigen Titel für ein Buch

 

Als wäre es nicht schon schwierig genug, ein gutes Buch zu schreiben, kommt üblicherweise noch eine weitere große Herausforderung hinzu, nämlich nun auch noch den richtigen Titel für das Werk zu finden.

Dem Buchtitel kommt schließlich eine wichtige Rolle zu, denn letztlich entscheidet er darüber, ob das Werk zwischen all den anderen Büchern auffällt, das Interesse eines potenzielles Lesers weckt und ihn dazu veranlasst, sich das Buch zumindest einmal näher anzuschauen.

 

Die große Kunst besteht dabei darin, einen Buchtitel zu kreieren, der die Aufmerksamkeit eines möglichen Lesers erregt, Erwartungen weckt und ihn auf die angekündigten Inhalte neugierig macht, gleichzeitig aber nicht zu viel vorwegnimmt. Nun gibt es natürlich kein allgemeingültiges Patentrezept und vermutlich wird jeder Autor seine eigene Methode entwickeln, wenn es um die Vergabe eines Titels für sein Buch geht.

Dennoch gibt es einige Anhaltspunkte, an denen sich der Autor orientieren kann, und ein paar hilfreiche Tipps zum Finden vom richtigen Titel für ein Buch verrät die folgende Übersicht.

 

Der Buch-Titel sollte auffallen und Gedanken in Gang bringen.

Der menschliche Verstand ist permanent darum bemüht, aufgenommene Informationen möglichst schnell zu verstehen und unmittelbar weiterzuverarbeiten. Schweift der Blick nun durch ein Bücherregal, werden die Titel mehr oder weniger bewusst aufgenommen und durch eine Art inneren Filter geschleust. Damit ein Buch nicht einfach nur überflogen wird und den inneren Filter unbemerkt passiert, muss der Titel dafür sorgen, dass der Verstand für einen kurzen Moment darüber stolpert.

Dies ist möglich, indem der Titel erstaunt, grübeln lässt, ein Rätsel aufgibt oder zum Schmunzeln bringt. Am besten lässt sich dies anhand von einem Beispiel verdeutlichen. Hätte Richard D. Prechts Buch lediglich „Wer bin ich?“ geheißen, wäre es vermutlich nicht ganz so erfolgreich geworden, denn ein solcher Buchtitel klingt auf den ersten Blick nicht unbedingt sehr spannend.

Der Zusatz „Und wenn ja, wie viele?“ gibt dem Titel aber eine andere Bedeutung und sorgt im ersten Moment für Irritation. Der Leser ist erstaunt, wird neugierig und greift nach dem Buch. Damit ist die erste große Hürde genommen. Andere Beispiele für gelungene Buchtitel mit ähnlicher Wirkung sind „Geld macht reich.

Von Tasche leer zum Millionär“ von J.R. Ackermann, „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und den Abwasch zu beginnen“ von Hallgrímur Helgason, „Die Frau, die allein ein ganzer Tisch war“ von Tor Åge Bringsværd oder „„Gestatten, Bestatter!“ Bei uns liegen Sie richtig“ von Peter Wilhelm.

 

Der Titel sollte auf den Inhalt einstimmen, aber nicht zu viel verraten.

Ein auffälliger Titel, der den Leser ein wenig schmunzeln lässt oder ihm ein kleines Rätsel aufgibt, ist ein ideales Mittel, um die Neugier zu wecken. Dennoch sollte der Titel auch etwas darüber aussagen, welche Inhalte den Leser erwarten. Das bedeutet nun nicht, dass sofort klar sein muss, welche Botschaft oder Kernaussage das Buch vermitteln möchte, denn der Titel sollte nicht zuviel vorwegnehmen, um die Spannung zu erhalten.

Aber der Leser sollte sich in etwa darauf einstellen können, wovon das Buch eigentlich handelt. In diesem Zusammenhang ist ratsam, das Thema sinnvoll einzugrenzen, um keine falschen Erwartungen zu wecken. Schreibt der Autor beispielsweise über Hunde, sollte er seinem Buch keinen Titel wie „Ein Leben mit unseren tierischen Freunden“ oder „Die bunte Welt der Haustiere“ geben.

Der Leser würde es ihm nämlich übel nehmen, wenn er ein Buch über Haustiere erwartet, dann aber feststellen muss, dass er lediglich ein Buch über Hunde gekauft hat.

 

Der Buchtitel sollte zur Zielgruppe passen und sie ansprechen.

Bevor sich der Autor auf einen Titel festlegt, sollte er sich zunächst einmal Gedanken darüber machen, wer eigentlich seine Zielgruppe ist. Je genauer der Autor eingrenzen kann, wen er mit seinem Buch erreichen möchte, desto besser kann er abschätzen, welche Signalwörter seine Zielgruppe aufmerksam werden lassen.

Bei diesen Signalwörtern kann es sich um besondere, innerhalb der Zielgruppe übliche Ausdrücke oder um einen bestimmten Aspekt des behandelten Themas handeln, im Zusammenhang mit einem Hundebuch beispielsweise um charakteristische Rassemerkmale, die Erziehung, typische Hundekrankheiten oder die Zucht.

Im Idealfall können ein oder mehrere Signalwörter dann in den Buchtitel integriert werden, um so gezielt die eigene Zielgruppe anzusprechen und ihr Interesse zu wecken.

 

Der Titel sollte suchmaschinentauglich sein.

Im Zeitalter von Computer, Internet & Co. sollte der Autor auch ein wenig darauf achten, wie suchmaschinentauglich sein Buchtitel ist. Viele potenzielle Leser geben bestimmte Schlüsselwörter, sogenannte Keywords, in die großen Internet-Suchmaschinen und auch in die Suchmasken von Online-Buchhändlern und anderen Buch-Plattformen ein, um interessanten Lesestoff zu finden.

Damit das eigene Buch ebenfalls gefunden wird, sollte es daher entsprechende Suchwörter im Titel selbst oder zumindest im Untertitel enthalten. Bei der Auswahl geeigneter Schlüsselwörter erweist sich wieder die Zielgruppenanalyse als überaus nützlich, aber auch spezielle Keyword-Datenbanken können sehr hilfreich sein.

 

Zwei Tipps zum Schluss

Seit 2008 vergeben das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel und das Sammelsurium des britischen Autors Ben Schott einen undotierten Preis für den kuriosesten deutschsprachigen Buchtitel. Dieser ist an den englischsprachigen Diagram-Preis angelehnt und wird auf der Frankfurter Buchmesse verliehen.

Eine Redaktion erstellt anhand von Vorschlägen von Buchhändlern und Lesern eine Liste, aus der im Rahmen einer Online-Abstimmung sechs Titel ausgewählt werden. Eine dreiköpfige Jury entscheidet anschließend, welcher der sechs Buchtitel den Preis erhalten soll.

Autoren, die gerade auf der Suche nach einem geeigneten Buchtitel sind, können sich hier sicher die eine oder andere Anregung holen. Neben dem Buchtitel spielt aber auch das Cover eine Rolle, wenn es um den Erfolg eines Buches geht. Große Verlage möchten häufig kein allzu großes Risiko eingehen und bevorzugen daher üblicherweise eine massentaugliche, bewährte Gestaltung. Gerade ein originelles Cover kann einen ausgefallenen Titel aber betonen und so das Interesse noch einmal zusätzlich steigern.

 

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