Die wichtigsten Infos und Tipps zu Synonymen

 

Als Synonyme werden zwei Wörter bezeichnet, die die gleiche oder eine sehr ähnliche Bedeutung haben. Da sich die Bedeutung dieser beiden Wörter ähnelt oder gleicht, können sie synonym verwendet werden. Das bedeutet, es ist möglich, das eine Wort gegen das andere Wort auszutauschen, ohne dadurch den Sinn oder die Aussage des Satzes zu verändern. Im Deutschen werden Synonyme deshalb mitunter auch Ersatzwörter genannt.

Ganz so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint, ist der richtige Gebrauch von Synonymen dann aber doch nicht.

 

Die folgende Übersicht fasst daher die wichtigsten
Infos und Tipps zu Synonymen zusammen:

 

 

Synonyme als hilfreiche Gestaltungsmittel

Vor allem dann, wenn ein langer Text oder mehrere Texte zum gleichen Thema verfasst werden sollen, können sich Synonyme als überaus hilfreich erweisen. Durch die Ersatzwörter reduziert sich nämlich die Gefahr von ständigen Wortwiederholungen und die Texte werden dadurch abwechslungsreicher und interessanter. Daneben können Synonyme dabei helfen, einem Text einen anderen Charakter zu geben.

So kann ein Text, der in einem gehobenen Stil geschrieben wurde, durch entsprechende Ersatzwörter eine umgangssprachlichere Note erhalten oder andersherum ein Text in lockerer Sprache auf ein sprachlich und stilistisch höheres Niveau gebracht werden.

Jemand, der eine Orange isst, könnte also genauso gut auch eine Apfelsine essen, bei einem Streifenmuster können die Streifen senkrecht oder vertikal verlaufen, ein Tisch im Restaurant kann für Samstag oder Sonnabend reserviert werden und wer keine Treppen steigen möchte, kann den Fahrstuhl, den Aufzug oder den Lift benutzen.

 

Synonyme und ihr richtiger Gebrauch

Wer seine Wortwahl vielseitig gestalten möchte, findet in Synonym-Wörterbüchern, in entsprechenden Datenbanken oder über die Thesaurus-Funktion seines Schreibprogramms sicher schnell zahlreiche Vorschläge. Allerdings können keineswegs alle Vorschläge auch tatsächlich als Ersatzwörter verwendet werden. Ein Grund hierfür ist, dass ein Wort mehrere Bedeutungen haben kann. Wird dies bei der Auswahl des Synonyms nicht berücksichtigt, kann der Satz eine völlig andere Bedeutung bekommen oder sogar völlig sinnlos werden.

So kann ein Mann seiner Angebeteten anstelle von einem Strauß ein Bouquet oder ein Blumengebinde überreichen, über einen Laufvogel wird sie sich aber vermutlich weniger freuen. Gleiches gilt, wenn er ihr ein Schloss im Sinne eines großen, prächtigen Bauwerks und nicht in der Bedeutung als Schließanlage baut. Verabreden sich die beiden, dürfte es sich bei der Bank um die romantische Sitzgelegenheit im Park und nicht um das Geldinstitut in der Stadt handeln.

An einem Frühlingsmorgen kann Tau als Niederschlag zu sehen sein, ein Seil wird aber eher nicht auf der Wiese liegen. Ein Ball kann ein rundes Spielgerät oder eine festliche Tanzveranstaltung sein und Strom kann fließen, einmal aber als Fluss und einmal aus der Steckdose. Anhand dieser Beispiele wird deutlich, dass zunächst die Bedeutung berücksichtigt werden muss, bevor das Wort durch ein anderes Wort ersetzt wird. Bei der Auswahl des Synonyms spielt aber nicht nur die Bedeutung, sondern auch der Kontext eine Rolle.

So kann es durchaus sein, dass die Bedeutung der Wörter identisch ist und ein Austausch bezogen auf den Sinn und die Logik richtig wäre, das Ersatzwort aber nicht in den allgemeinen Zusammenhang passt. Wer in einem romantischen Liebesbrief beispielsweise davon bereichtet, dass er vor lauter Sehnsucht und Herzschmerz zergeht, wird beim Empfänger vermutlich eher Kopfschütteln ernten, wenn er Herzschmerz durch Kardialgie ersetzt, auch wenn dieser medizinische Fachbegriff strenggenommen durchaus richtig ist.

Ähnliches droht, wenn jemand in einer Präsentation seine Taktik erläutert, stattdessen aber von einer Spekulation spricht, denn auch dies dürfte für Verwirrung sorgen.

 

Synonyme, die eigentlich keine sind

Synonyme lassen sich in mehrere Gruppen einteilen, im Wesentlichen wird zwischen strikter und partieller Synonymie unterschieden. Von strikter Synonymie wird gesprochen, wenn die beiden Wörter immer austauschbar sind und unabhängig vom Kontext stets die gleiche Bedeutung haben. Eine Beispiel hierfür sind die Wörter Streichholz und Zündholz, die beliebig gegeneinander ausgetauscht werden können.

Partielle Synonymie liegt vor, wenn die Wörter zwar die gleiche oder eine nahezu gleiche Bedeutung haben, die Ersatzwörter aber unterschiedliche Wurzeln haben. So ergibt sich Semmel oder Schrippe wegen des regionalen Sprachgebrauchs als Ersatzwort für Brötchen, City wird durch den Fremdwortgebrauch zum Synonym für Innenstadt und Dativ hat die gleiche Bedeutung wie Wemfall, weil einmal der Fachausdruck und einmal das Laienwort verwendet wird.

Daneben gibt es noch Synonyme, die eigentlich keine Synonyme sind, sondern sich vielmehr durch den allgemeinen Sprachgebrauch dazu entwickelt haben. Meist handelt es sich dabei um Eigen-, Marken- oder Produktnamen. So wird beispielsweise fast schon automatisch von Pampers gesprochen, wenn Babywindeln gemeint sind, oder es wird um ein Tempo gebeten, wenn die Nase läuft und ein Papiertaschentuch benötigt wird.

Synonyme im eigentlichen Sinne dies aber nicht. Dies liegt allein schon daran, dass ein Haartrockner strenggenommen nur dann ein Fön ist, wenn er von der Firma AEG gebaut wurde, und ein Klarsichtklebefilm nur dann Tesafilm ist, wenn sein Hersteller Tesa heißt.

 

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