Übersicht: die wichtigsten Schreibgeräte und ihre

Verwendung

 

 

Auch wenn heute anstelle von Postkarten und Briefen eher SMS und E-Mails geschrieben werden und selbst viele Autoren und sogar Zeichner anstelle von Block und Stift hauptsächlich mit der Tastatur arbeiten, sind die unterschiedlichen Schreibgeräte nicht wegzudenken.

Sie werden beispielsweise für Unterschriften, Notizen und sehr persönliche Briefe und Grüße verwendet.

 

Zugegebenermaßen gibt es durchaus traditionelle Schreibgeräte, die wie etwa der Federkiel, die Glasfeder oder der Griffel aus der Mode gekommen sind und heute eigentlich nur noch in der Kunst eine Rolle spielen. Andere Schreibwerkzeuge hingegen gehören zu den Alltagsgegenständen, aber nicht jeder Stift ist für jeden Verwendungszweck gleichermaßen geeignet.

 

Hier daher die heute wichtigsten Schreibgeräte und ihre Verwendung in der Übersicht:

 

Der Füller

Der Füller, der eigentlich Füllfederhalter heißt, gehörte lange Zeit zu den am weitesten verbreiteten und am häufigsten verwendeten Schreibgeräten überhaupt. Es hatte recht lange gedauert, bis es gelungen war, ein Schreibgerät zu entwickeln, das einen kontinuierlichen Tintenfluss sicherte, keine unschönen Tintenkleckse verursachte, angenehm in der Hand lag und sich nicht schon nach kurzer Zeit abnutzte.

In den 40er- und 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts erlebte der Füller dann seine absolute Blütezeit. Während er seinerzeit noch mit einem Kolbentank ausgestattet war, der regelmäßig mit Tinte befüllt wurde, folgten später dann Modelle, die mit bereits befüllten Tintenpatronen bestückt wurden. Dies war auch die Zeit, in der Kinder in der Schule das Schreiben mit dem Füller lernten und erst Löschpapier, dann der Tintenkiller zur Standardausrüstung gehörten. Heute haben andere Schreibgeräte den Füller als Standard-Schreibwerkzeug weitestgehend abgelöst.

Aber gleichzeitig hat sich der Füller zu einem Schreibgerät entwickelt, das bei besonderen Anlässen zum Einsatz kommt, beispielsweise wenn wichtige Verträge unterzeichnet werden. Angefertigt von namhaften Herstellern aus edlen Materialien und in einem eleganten Design ist der Füller bisweilen sogar ein regelrechtes Statussymbol, das dann auch entsprechend hochpreisig ist.

 

Der Kugelschreiber

Der Kugelschreiber trat seinen Siegeszug in den 1960er-Jahren an und es sollte nicht lange dauern, bis er den Füller abgelöst hatte. Der Hauptgrund hierfür war und ist die Ergiebigkeit. Eine Kugelschreibermine ist mit einer zähflüssigen Tinte gefüllt, die auf dem Papier schnell trocknet und ausreicht, um einen fünf bis zehn Kilometer langen Strich zu ziehen. Aus diesem Grund heißt der Kugelschreiber übrigens bis heute in einigen Regionen Dauerschreiber.

Hinzu kommt die kleine Kugel, die die Tinte auf dem Papier verteilt und aus einem extrem harten, keramischen Material besteht, das sich während der Lebensdauer der Mine praktisch nicht abnutzt. Die Kugel gibt dem Kugelschreiber seinen Namen und bestimmt zudem darüber, wie dick der Strich ist, den der Kugelschreiber hinterlässt.

Dabei reicht die Strichdicke von 0,2 bis zu 1,4 Millimetern. Auch wenn viele der Meinung sind, dass der Kugelschreiber die Handschrift verändert und Schönschrift nur mit einem Füller möglich ist, ist der Kugelschreiber heute ein alltägliches und universell einsetzbares Schreibgerät. Infolge dessen gibt es den Kugelschreiber auch in den unterschiedlichsten Modellen, Qualitäten und Preisklassen.

 

Der Bleistift

Dass der Bleistift Bleistift heißt, war die Folge eines Irrtums. Im 16. Jahrhundert wurde in England Graphit entdeckt und dabei festgestellt, dass mit dem gefundenen Material auf Papier geschrieben und gezeichnet werden konnte. Also wurde angenommen, dass es sich um Bleierz handeln musste.

Etwa hundert Jahre später wurden die Stifte aus England auch in Deutschland bekannt und da das Material noch immer für Bleierz gehalten wurde, bekamen die Stifte den Namen Bleistift. Mittlerweile ist bekannt, dass es sich bei dem Material um Graphit handelt, aber Graphit ist nach wie vor der Hauptbestandteil der Mine. Vermischt wird Graphit mit Ton und je nach Mischungsverhältnis ergeben sich dadurch unterschiedliche Härtegrade. Ist der Graphitanteil hoch, entsteht eine weiche Mine, die vor allem in der Kunst verwendet wird.

Minen mit mittleren Härtegraden hingegen kommen beim Schreiben zum Einsatz, harte Minen bei Grafiken und technischen Zeichnungen. Umgeben ist die Mine von zwei Holzhälften, in die eine Nut eingefräst ist. In diese Nut wird die Mine eingelegt und das Holz anschließend zusammengeklebt. Während früher vor allem Zedernholz verwendet wurde, besteht der Schaft heute meist aus dem deutlich günstigeren Pinienholz.

 

Der Filzstift

Die ersten Filzstifte kamen 1963 auf den Markt, entwickelt von einer japanischen Firma. Damals hätte wohl keiner geahnt, welche Erfolggeschichte Filzstifte schreiben würden. Ursprünglich hatten Filzstifte recht dicke Spitzen, wurden zum Schreiben und zum Malen verwendet und lösten schnell die Buntstifte in vielen Kinderzimmern ab. Mittlerweile gibt es Filzstifte in unzähligen Varianten.

Heute haben die Stifte allerdings keine Spitze aus Filz mehr, die ihnen ursprünglich ihren Namen gab, sondern eine Spitze aus Polyesterfasern. Daher sprechen die Hersteller, anders als viele Verbraucher, heute auch nicht mehr von Filzstiften, sondern von Faserstiften oder Faserschreibern.

Faserstifte gibt es mit sehr dünnen Spitzen, die vom Schriftbild her an einen Füller erinnern und daher teilweise Kugelschreibern vorgezogen werden. Daneben gibt es Filzstifte für besondere Verwendungszwecke, beispielsweise zum Schreiben auf Folien oder Flipcharts, als Lackstifte oder als Textmarker.

 

Der Pinsel

Während der Pinsel bei uns in erster Linie mit dem Malen in Verbindung gebracht wird, ist er in anderen Ländern ein typisches Schreibgerät. So wird beispielsweise in Japan oder in China bevorzugt mit dem Pinsel geschrieben. Allerdings ist ein Schreibpinsel nur bedingt mit dem uns bekannten Pinsel zum Malen vergleichbar.

Ein Schreibpinsel hat einen Kern aus elastischen Wieselhaaren, die von längeren, spitz zulaufenden Ziegen-, Hasen- oder Marderhaaren umgeben sind. Die Haare im Kern haben eine tankähnliche Funktion, während die Tinte über die Deckhaare auf das Papier gelangt. Dadurch ist es möglich, sowohl schmale als auch breite Striche zu schreiben.

 

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