Flüchtigkeitsfehler vermeiden – 5 Tipps 

Ist ein Text geschrieben, muss er korrigiert werden. Doch die Suche nach Rechtschreib-, Tipp- und Grammatikfehlern gestaltet sich mitunter schwierig. Hier sind fünf Tipps, wie sich Flüchtigkeitsfehler vermeiden lassen!

Mal fehlt ein Wort, mal sind zwei Buchstaben vertauscht und mal hat sich ein falsches Satzzeichen eingeschlichen: Kleinere Fehler unterlaufen jedem Verfasser. Die große Kunst besteht darin, solche Fehler im eigenen Text aufzuspüren. Schließlich ist es ganz schön ärgerlich, wenn vermeidbare Fehler den guten Eindruck des ansonsten prima gelungenen Textes beschädigen. Doch wie kann der Verfasser vorgehen?

Hier sind fünf typische Ursachen für Flüchtigkeitsfehler – und Tipps, wie sie sich vermeiden lassen.

 

Flüchtigkeitsfehler Nr. 1: Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler werden übersehen, weil der Verfasser in den Zeilen verrutscht, im Text hin und her springt oder in Gedanken schon beim nächsten Absatz ist.

 

Tipp, um solche Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden: Den Text abdecken.

Beim Korrigieren eines Textes ist es nicht leicht, sich ausschließlich auf die Passage zu konzentrieren, die gerade bearbeitet wird. Oft ist der Verfasser in Gedanken schon einen Absatz weiter oder sein Blick schweift über die ganze Seite. Vor allem bei einem längeren Fließtext kann es schnell passieren, dass der Verfasser in der Zeile verrutscht.

So mancher Verfasser lässt sich ablenken und geht dann im Text zu einer bereits gelesenen Passage zurück, um anschließend wieder an eine andere Stelle zu springen. All das kann dazu führen, dass kleine, unscheinbare Rechtschreib-, Tipp- oder Grammatikfehler übersehen werden. Wirkungsvolle Abhilfe kann ein schlichtes weißes Blatt Papier schaffen.

Damit sollte der Verfasser den Text so abdecken, dass immer nur die Zeile, die er gerade liest, zu sehen ist. Durch diesen simplen Trick hat der Verfasser gar keine andere Wahl, als sich ausschließlich mit der jeweiligen Textzeile zu befassen. 

 

Flüchtigkeitsfehler Nr. 2: Fehler werden übersehen, weil der Verfasser seinen Text kennt und folglich automatisch das liest, was er glaubt, geschrieben zu haben.

Tipp, um solche Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden: Den Text von hinten nach vorne lesen.

Keinem Verfasser fällt es leicht, Fehler im eigenen Text aufzuspüren. Denn der Verfasser kennt den Inhalt seines Textes und weiß, was er geschrieben hat. Deshalb neigt er dazu, das zu lesen, von dem er ausgeht, dass es dort steht. Rechtschreib- und Tippfehler, aber auch fehlende Wörter fallen so kaum auf.

Dies gilt vor allem dann, wenn der Verfasser seinen Text direkt nach dem Schreiben korrigiert. Grundsätzlich ist es daher besser, etwas Zeit vergehen zu lassen. Allerdings ist es nicht immer möglich, einen Text erst nach ein oder zwei Tagen zu korrigieren. Doch auch wenn ein Text sofort korrigiert werden muss, gibt es eine Lösung.

Eine effektive Methode, um das Gehirn bei der Fehlersuche zu überlisten, besteht nämlich darin, den Text von hinten nach vorne zu lesen. Nimmt sich der Verfasser seinen Text rückwärts vor, löst er die Zusammenhänge auf und jedes Wort steht einzeln für sich. Rechtsschreib- und Tippfehler sind so wesentlich einfacher zu entdecken.

 

 

Flüchtigkeitsfehler Nr. 3: Fehler werden übersehen, weil sich der Verfasser eher auf die Inhalte als auf die Rechtschreibung konzentriert.

Tipp, um solche Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden: Den Text laut lesen.

Rechtschreib- und Tippfehler lassen sich gut aufspüren, wenn der Verfasser seinen Text Wort für Wort von hinten nach vorne durcharbeitet. Ob die Grammatik stimmt oder irgendwo ein Wort fehlt, lässt sich durch das Rückwärtslesen aber nicht herausfinden.

Hier muss also eine andere Methode her. Und ein überaus effektiver Weg besteht darin, den Text laut zu lesen. Liest sich der Verfasser seinen Text selbst laut vor, beteiligt er neben seinem Sehsinn auch seinen Hörsinn an der Fehlersuche. Fehlt irgendwo ein Wort oder stimmt die Grammatik nicht, meldet das Gehör einen Fehler. Je nach Situation und Arbeitsplatz kann es natürlich sein, dass der Verfasser seinen Text nicht laut lesen kann. In diesem Fall kann er sich behelfen, indem er sich seinen Text stumm vorliest und dabei seinen Mund bewegt. 

 

Flüchtigkeitsfehler Nr. 4: Fehler werden übersehen, weil sich der Verfasser auf die Grammatik- und Rechtschreibprüfung seines Textverarbeitungsprogramms verlässt.

Tipp, um solche Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden: Selbst nach Fehlern suchen.

Natürlich ist es praktisch und bequem, wenn der Verfasser die Sache mit der Korrektur von Fehlern auf sein Textverarbeitungsprogramm übertragen kann. Allerdings eignet sich die Rechtschreib- und Grammatikprüfung nur als zusätzliches Hilfsmittel für den Feinschliff.

Eine echte Korrektur durch den Verfasser kann sie nicht ersetzen. Denn das Textverarbeitungsprogramm wird niemals alle Fehler aufspüren. Tippt der Verfasser beispielsweise Test statt Text, wird die automatische Prüfung diesen Fehler nicht anzeigen. Denn beide Wörter gibt es im Deutschen und in Sachen Grammatik unterscheiden sie sich nicht.

Dass der Verfasser einen Buchstaben verwechselt hat, wird er also nur dann bemerken, wenn er sich selbst auf die Fehlersuche begibt. Natürlich spricht nichts dagegen, die Rechtschreibung beim Schreiben mitlaufen und nach dem Schreiben noch einmal über den Text laufen zu lassen. Allein auf diese Prüfung sollte sich der Verfasser aber keinesfalls verlassen. 

 

Flüchtigkeitsfehler Nr. 5: Satzzeichen werden verwechselt, vergessen oder an den falschen Stellen gesetzt.

Tipp, um solche Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden: Die Satzzeichen farblich markieren.

Unter Zeitdruck oder wenn die Konzentration nachlässt, passiert es schnell, dass ein falsches Satzzeichen gesetzt oder ein Satzzeichen vergessen wird. Ebenso kann es vorkommen, dass das eine oder andere Satzzeichen zuviel getippt wird. Eine effektive Methode, um solche Fehler aufzuspüren, besteht darin, die Satzzeichen nach der Fertigstellung des Textes farblich zu kennzeichnen.

Dabei kann der Verfasser beispielsweise alle Satzschlusszeichen (Punkt, Ausrufezeichen, Fragezeichen) in Grün, alle Kommas in Rot und alle Satzzeichen der wörtlichen Rede in Blau markieren. Dies mag zwar im ersten Moment recht aufwändig erscheinen. Beim Korrigieren springen die bunten Satzzeichen aber ins Auge und der Verfasser kann sie überprüfen, ohne dass die Gefahr besteht, dass er irgendwo doch wieder ein Satzzeichen übersieht.

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