Hilfreiche Infos und Tipps,

um die Kreativität

in Schwung zu bringen

 

Wenn es darum geht, welche Eigenschaften ein Autor unbedingt mitbringen sollte, so steht immer auch das Wort Kreativität auf der Liste. Schließlich braucht er Ideen für sein Buch, er muss sich eine Handlung ausdenken und Personen erfinden. Wie die Hirnforschung herausgefunden hat, ist von Haus aus grundsätzlich jeder Mensch kreativ.

Die Kreativität beschränkt sich nämlich keineswegs nur auf den künstlerischen Bereich. Vielmehr ist sie zunächst einmal nichts anderes als ein Hilfsmittel, das zum Einsatz kommt, wenn eine missliche Lage aufgelöst werden soll. Ist jemand beispielsweise durstig, wird er sich überlegen, wo er etwas zu trinken herbekommt.

Ist jemandem kalt, wird er nach einer Möglichkeit suchen, um sich aufzuwärmen. Hat jemand nur wenig Geld, wird er versuchen, einen Weg zu finden, um seine Kasse aufzubessern. Nun ist es aber so, dass einige Menschen ihr kreatives Potenzial tatsächlich nur für alltägliche Dinge brauchen und dabei mehr oder weniger unbewusst nutzen. Andere, und hierzu gehören eben auch Autoren, benötigen Kreativität auch für ihren Beruf.

Dabei kann es dann durchaus passieren, dass die Einfälle ein wenig ins Stocken geraten. Was aber tun, wenn die guten Ideen einfach ausbleiben?

 

Hier ein paar hilfreiche Infos und Tipps,
um die Kreativität in Schwung zu bringen:

 

Nicht nachdenken

und nichts erwarten.

Als Joanne K. Rowling und E. L. James, heute gefeierte Erfolgsautorinnen, ihre Manuskripte anboten, wurden sie erst einmal mehr oder weniger ausgelacht. Bilder von Vincent van Gogh erzielen heute hohe Preise. Der Künstler selbst aber war sehr arm, weil sich zu seinen Lebzeiten niemand für seine Kunst interessierte.

Dies sind nur drei Beispiele für Menschen, die sich trotz aller Widrigkeiten nicht von ihrem Weg abbringen ließen und dafür später mit Erfolg belohnt wurden. Aber Erfolg ist nicht planbar. Deshalb macht es auch keinen Sinn, darüber nachzudenken, was mit dem eigenen Werk möglicherweise alles erreicht werden könnte. Gleiches gilt für Überlegungen dazu, welche Erwartungen potenzielle Leser wohl an das eigene Buch stellen.

Beides lähmt die Kreativität. Dies liegt daran, dass der Autor Gefahr läuft, nicht mehr seine eigenen Ideen umzusetzen, sondern vielmehr zu versuchen, den vermeintlichen Erwartungen potenzieller Leser gerecht zu werden. Gleichzeitig steigt dadurch die Angst, dass das Buch ein Reinfall wird, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden.

Dies wiederum hat zur Folge, dass der Autor zunehmend kritisch hinterfragen wird, ob das, was er macht, überhaupt sinnvoll ist. Der Autor sollte also nicht zu viel nachdenken und nichts erwarten, sondern an seinen Ideen festhalten.

 

Einen Arbeitsplatz

zum Wohlfühlen schaffen.

Der Mensch ist von Haus aus so konzipiert, dass er sich erst dann so richtig entfalten kann, wenn er sich sicher und wohl fühlt. Deshalb legen Menschen nicht nur viel Wert darauf, dass ihre Wohnung gemütlich eingerichtet und ein Ort ist, an den sie sich ungestört zurückziehen können.

Aus dem gleichen Grund stellen Menschen oft als erstes Fotos und andere persönliche Dinge auf, wenn sie einen neuen Arbeitsplatz beziehen. Dadurch schaffen sie sich eine Atmosphäre, in der sie sich heimisch fühlen und die ihnen Sicherheit gibt. Dies wiederum hat zur Folge, dass sie ihren Gedanken freien Lauf lassen und ihr kreatives Potenzial besser ausschöpfen können.

Für den Autor bedeutet das, dass er sich einen Arbeitsplatz schaffen sollte, an dem er sich wohlfühlt. Hierzu gehört dann übrigens auch, nicht immer alles penibel aufzuräumen. Ein ordentlicher, aufgeräumter Schreibtisch mag zwar auf andere einen guten Eindruck machen, macht es für den Autor aber schwerer, seine Arbeit nach einer Pause wieder aufzunehmen.

 

Sich bewusst ablenken.

Das Heureka-Prinzip ist nach einem Ausruf des griechischen Mathematikers Archimedes benannt und beschreibt einen Einfall, der sich plötzlich, spontan und ohne darüber konkret nachgedacht zu haben, einstellt. Der Mensch muss sich nämlich nicht ständig und konzentriert über etwas Gedanken machen, damit ihm eine neue Idee oder eine Lösung dazu einfällt.

Es ist vielmehr so, dass das Gehirn die gespeicherten Informationen zu einem Thema zusammenträgt und mehr oder weniger selbstständig verarbeitet. Während sich der Mensch mit etwas anderem beschäftigt, läuft die Informationsverarbeitung somit im Hintergrund weiter.

Aus diesem Grund sagen viele, dass sie die besten Ideen haben, wenn sie beispielsweise spazieren gehen, kochen, im Garten arbeiten oder unter der Dusche stehen. Dieses Prinzip kann der Autor nutzen, indem er seine eigentliche Arbeit unterbricht, bewusst etwas komplett anderes macht und so seinem Gehirn die Chance gibt, neue Gedankengänge zu entwickeln.

 

Bewährte Muster neu sortieren.

Kreativität setzt Offenheit gegenüber Neuem und Anderem voraus. Gleichzeitig erarbeitet sich der Mensch bestimmte Muster, Denkweisen und Abläufe, die sich bewährt haben, an denen er sich orientieren kann und die ihm Sicherheit geben. Gerät die Kreativität nun ins Stocken, suchen Menschen zwar nach neuen Impulsen und Ansätzen, möchten oft aber auch nicht zu sehr von vertrauten Mustern abweichen.

Dies lässt sich anhand von Farben anschaulich erklären: Die Ausgangsbasis bildet ein dunkles Blau. Auf der Suche nach neuen Ideen ist der Mensch durchaus bereit, sein Dunkelblau mit einem hellen Blau zu vermischen. Das Ergebnis davon ist ein Mittelblau, das zwar ein wenig anders ist, aber nicht unbedingt weiterhilft.

Würde der Mensch sein Dunkelblau hingegen mit Gelb vermischen, würde etwas völlig Neues entstehen, nämlich Grün. Für die Praxis heißt das, dass der Autor mutig genug sein sollte, um bewährte Muster gelegentlich neu zu ordnen. Dies ist beispielsweise dadurch möglich, dass der Autor eine Person aus einem völlig anderen Umfeld befragt, was ihr zu dem Thema einfällt und wie sie vorgehen würde.

Eine andere Möglichkeit ist, dass sich der Autor alte Fotos anschaut und sich beim Schwelgen in den Erinnerungen überlegt, was wohl passiert wäre, wenn er in der damaligen Situation eine gegenteilige Entscheidung getroffen hätte. Vielleicht findet er so die eine oder andere gute Idee für sein nächstes Werk.

 

Das Selektieren lernen.

Journalisten nennen es kill your baby, wenn sie feststellen, dass es sich schlichtweg nicht lohnt, eine Idee weiterzuverfolgen.

Die Fähigkeit, zwischen guten und wertlosen Ideen, zwischen interessanten und belanglosen Einfällen oder zwischen wichtigen und überflüssigen Informationen zu unterscheiden, ist auch ein Stück Kreativität.

 Es erfordert Übung und ist sicherlich nicht immer einfach, eine Idee zu verwerfen. Aber es bringt letztlich nichts, wenn der Autor seine kreative Energie in einen Einfall investiert, der es nicht wert ist.

 

Mehr Anleitungen und Tipps zum Schreiben:

  • Tipps zum richtigen Umgang mit Schreibtechniken
  • Das eigene Buch veröffentlichen – digitales Selfpublishing
  • Einige der besten Erzählungen der Weltliteratur
  • Die Hyperbel und damit verwandte rhetorische Figuren
  • Die wichtigsten Infos und Tipps zu Synonymen
  • Bücher von Autoren die spät debütierten
  • Thema: Tipps um die Kreativität in Schwung zu bringen

    Kommentar schreiben

    Diese Webseite benutzt Cookies. Einwilligen ? Mehr Infos | Akzeptieren