Die wichtigsten Infos und Tipps

rund um den Ghostwriter

 

Teilweise sind es echte Bestseller, die sich weltweit millionenfach verkaufen, doch derjenige, den der Leser für den Autor hält, war in Wirklichkeit nur der Auftraggeber. Vielmehr war es ein Ghostwriter, der das Werk im Namen eines Dritten geschrieben hat. Was auf den ersten Blick ein wenig unfair erscheint, denn schließlich erntet der Auftraggeber Ruhm, Ehre und Anerkennung für ein Werk, das gar nicht aus seiner Feder stammt, ist in Verlags- und Autorenkreisen eine durchaus übliche, verbreitete und im Normalfall auch vollkommen legitime Praxis.

Nun wird sich so mancher aber vielleicht fragen, was ein Ghostwriter eigentlich konkret ist, wodurch sich seine Tätigkeit charakterisiert, für wen eine solche Tätigkeit in Frage kommt und wie ein Auftraggeber den passenden Geist für sich findet.

 

Hier die wichtigsten Infos und Tipps rund um den Ghostwriter in der Übersicht:

 

Was ist ein Ghostwriter genau?

Als Ghostwriter wird ein Autor bezeichnet, der gegen ein Honorar für einen Auftraggeber schreibt. Bei dem Werk, das der Ghostwriter im Namen eines Dritten verfasst, kann es sich um einen Roman, eine Biographie oder ein Sachbuch, genauso aber auch um einen Fachartikel oder einen kürzeren Text handeln.

Im weiteren Sinne fallen auch Reden, die anschließend von anderen Personen gehalten werden, und sogar akademische Arbeiten in den möglichen Tätigkeitsbereich eines Ghostwriters. Vor allem letztere, also beispielsweise Diplom-, Magister- und Doktorarbeiten, die als Auftragsarbeit erstellt wurden, sind jedoch nicht nur sehr kontrovers diskutiert, sondern bewegen sich durchaus auch in einer Grauzone.  

Aus rechtlicher Sicht schafft ein Vertrag zwischen dem Ghostwriter und dem Auftraggeber die Grundlage. Im Normalfall wird im Rahmen eines solchen Vertrages vereinbart, dass der Ghostwriter ein entsprechendes Honorar für seine Arbeit erhält, während der Auftraggeber durch seine Zahlung nicht nur die Arbeitsleistung vergütet, sondern gleichzeitig auch die Rechte an dem Werk erwirbt.

Dadurch kann der Auftraggeber das Manuskript einem Verlag unter seinem eigenen Namen anbieten und darf sich auch in der Öffentlichkeit als Autor präsentieren. Zudem ist der Auftraggeber derjenige, der die Tantiemen kassiert. Vielfach findet sich in den Verträgen dann auch eine Klausel, die den Autor dazu verpflichtet, Stillschweigen darüber zu bewahren, dass er der eigentliche Autor ist.

Es gibt aber auch Verträge, durch die vereinbart wird, dass der Autor als Mitautor genannt oder seine Mitwirkung im Nachwort oder in Form einer Danksagung erwähnt wird. Außerdem können Autor und Auftraggeber vereinbaren, dass der Ghostwriter anstelle eines festen Honorars zu einem bestimmten Prozentsatz an künftigen Einnahmen beteiligt wird.

 

Wer beauftragt einen Ghostwriter?

Die potenziellen Auftraggeber eines Ghostwriters sind sehr vielfältig. So kommen praktisch alle diejenigen in Frage, die eine Idee für ein Buch haben, ihre Lebensgeschichte veröffentlichen möchten, ein Sach- oder Fachbuch herausgeben wollen oder eine Publikation anfertigen sollen, denen aber die Kreativität, die Erfahrung, das handwerkliche Können oder schlichtweg Zeit und Geduld fehlen.

Daneben können auch Verlage Auftraggeber sein, beispielsweise wenn eine Buchserie im Stil und unter dem Namen eines bereits verstorbenen Autors weitergeführt werden soll.

 

Wie lässt sich ein passender Ghostwriter finden?

Wer den Begriff Ghostwriter als Suchwort in eine Online-Suchmaschine eingibt, wird erstaunt sein, wie viele Autoren, Texter und Agenturen solche Dienste anbieten. Gleichzeitig wird er sich vermutlich darüber wundern, wie groß die Preisunterschiede ausfallen. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, einen geeigneten Ghostwriter zu finden. Die erste Möglichkeit besteht darin, sich an eine Agentur zu wenden, die als Vermittler zwischen dem Auftraggeber und dem Ghostwriter fungiert.

In aller Regel verfügen Agenturen über ordentlich gefüllte Datenbanken mit Autoren aus unterschiedlichen Bereichen und Fachrichtungen. Die Agentur wählt einen geeigneten Autor für das jeweilige Projekt aus und ist für die Auftragsabwicklung zuständig. Für den Auftraggeber bietet eine Agentur ein gewisses Maß an Sicherheit, denn vor allem etablierte Agenturen achten auf ihren guten Ruf und bemühen sich daher um zufriedene Kunden und qualitativ hochwertige Texte.

Allerdings lassen sich die Agenturen ihre Dienste auch entsprechend bezahlen. Die zweite Möglichkeit ist, einen Ghostwriter direkt zu beauftragen. Dies ist in aller Regel kostengünstiger als der Weg über eine Agentur, nimmt aber meist auch deutlich mehr Zeit in Anspruch. Dies liegt in erster Linie daran, dass ein Ghostwriter oft keine Referenzen vorweisen kann, weil kaum ein Auftraggeber bereit ist, öffentlich genannt zu werden. Hinzu kommt, dass die Berufsbezeichnung Ghostwriter nicht geschützt ist und der Kunde daher nur schwer abschätzen kann, wie gut, erfahren, für den Auftrag geeignet und seriös der Anbieter tatsächlich ist.

Erfahrene Autoren arbeiten allerdings vielfach nicht nur als Ghostwriter, sondern publizieren auch selbst, so dass der Auftraggeber eventuell anhand der Veröffentlichungen abschätzen kann, ob Stil und Themengebiete zum eigenen Projekt passen. Unumgänglich ist außerdem ein persönliches Gespräch, bei dem sich Auftraggeber und Ghostwriter kennenlernen, Erwartungen, Ansprüche und Kompetenzen abstimmen und erste Fragen klären können.  

 

Wie läuft das Ghostwriting ab?

Ist ein passender Autor gefunden und ist der Vertrag unterschrieben, sollten zunächst klare Absprachen getroffen werden. Auch wenn der Ghostwriter derjenige ist, der den Text schreibt, ist eine gewisse Zusammenarbeit erforderlich, damit das Ergebnis den Erwartungen entspricht. So sollte der Ghostwriter beispielsweise im Vorfeld wissen, welche Ziele der Auftraggeber mit dem Werk verfolgt, in welchem Stil es verfasst sein soll und wie viel Zeit der Autor hat.

Sind alle Punkte geklärt, wird sich der Ghostwriter an die Arbeit machen. In regelmäßigen Abständen wird er dem Auftraggeber dann Textteile zuschicken, die dieser überprüfen, kommentieren und auch ändern kann. Ist das Werk fertig und der Auftraggeber mit dem Ergebnis zufrieden, zahlt er die vereinbarte Vergütung und damit ist der Auftrag für beide Seiten abgeschlossen.

 

Wer kann als Ghostwriter arbeiten?

Bei einer Tätigkeit als Ghostwriter handelt es sich um keine geschützte Berufsbezeichnung, so dass prinzipiell jeder eine solche Dienstleistung anbieten kann. Vor allem für solche Autoren, Texter und Journalisten, die zwar talentiert und erfahren sind, aber nicht oder nur bedingt von ihrer Tätigkeit leben können, kann das Ghostwriting eine ideale Möglichkeit für ein Nebeneinkommen sein.

Übrigens gibt es mittlerweile zahlreiche freie Autoren, die zwar auch unter eigenem Namen publizieren, durch das Ghostwriting aber weitaus höhere Einnahmen erzielen als durch ihre eigenen Werke. Der Laie oder kaum erfahrene Autor dürfte als Ghostwriter jedoch recht schnell an seine Grenzen stoßen. Wer erfolgreich im Namen Dritter schreiben möchte, muss nicht nur handwerklich-fachliche Kompetenzen sowie sprachliche und stilistische Fähigkeiten mitbringen. Sehr wichtig sind daneben auch Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Flexibilität, Belastbarkeit auch und vor allem unter Zeitdruck sowie die Fähigkeit, sich in den Kunden hineinzuversetzen.

Nicht mit allen Kunden ist die Zusammenarbeit einfach, denn während einige gar nicht so genau wissen, was sie eigentlich möchten, haben andere fast schon zu klare Vorstellungen. Einige Kunden lassen dem Autor viel Freiraum, andere Kunden haben an jeder Textzeile etwas auszusetzen.

Hinzu kommt der Aspekt, dass der Name des Autors ja in aller Regel nirgends auftaucht. Insofern ist das Ghostwriting von Haus aus nicht dazu geeignet, um sich als junger, neuer Autor sprichwörtlich einen Namen in der Branche zu machen.

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One Response to “Wichtige Infos und Tipps zu Ghostwriter”

  1. Slaya Says:

    hallo !

    Mir ist peinlich einfach so schreiben was ich mit meine texte was ich habe 11 Jahre geschriben habe …
    Mir kommt vor das ist nur ein tage buch . Ich habe keine anung was ich machen soll mit disem text ,ich habe ni wider gelesen was ich geschriben habe …ich habe mich nicht getraut einfach..
    Lebe ich in Graz seit 1994 ..ich komme aus Bosnien.Meine geschischte begleitet mich immer.
    L.G Slaya

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