Einleitung Aufsatz

Einleitung Aufsatz 

Die Einleitung eröffnet einen Aufsatz. Sie informiert den Leser darüber, was ihn erwartet. Doch was gehört eigentlich in die Einleitung? Und wie lang sollte sie sein?

 Das Wichtigste auf einen Blick:

·         Die Einleitung führt den Leser an das Thema des Aufsatzes heran.

·         Die Einleitung liefert dem Leser die wichtigsten Informationen, die er für das Verständnis des Aufsatzes braucht.

·         Die Einleitung ist vergleichsweise kurz. Mehr als fünf bis zehn Prozent des Aufsatzes sollte sie nicht ausmachen.

 

Ob Kurzgeschichte, Erörterung, Interpretation, Erlebniserzählung, Sachaufsatz oder wissenschaftliche Hausarbeit: Aufsätze gibt es in den unterschiedlichsten Formen. Doch der Aufbau ist fast immer gleich. So gliedert sich ein Aufsatz grundsätzlich in drei Teile, nämlich die Einleitung, den Hauptteil und den Schlussteil.

Der Hauptteil ist das Herzstück des Aufsatzes. Er erzählt die eigentliche Geschichte, bearbeitet das Thema oder wiegt die Argumente gegeneinander ab. Der Hauptteil ist der mit Abstand längste Teil eines Aufsatzes, er macht fast 90 Prozent davon aus. Der Schlussteil bringt den Aufsatz zu Ende und rundet ihn ab. Er löst die Spannung auf, fasst die gewonnen Erkenntnisse zusammen, zieht ein Fazit oder gibt dem Leser einen Denkanstoß mit auf den Weg. Auch die persönliche Meinung kann im Schlussteil geäußert werden. Der Schlussteil fällt aber sehr kurz aus. Viel mehr als fünf Prozent des Aufsatzes sollte er nicht ausmachen.

Bleibt noch die Einleitung. Sie ist der erste Teil und bildet damit den Anfang des Aufsatzes. Die Einleitung soll den Leser an das Thema heranführen. Aber was bedeutet das eigentlich?

 

Die Aufgabe der Einleitung

Wie der Name bereits besagt, leitet die Einleitung den Leser in den Aufsatz ein. Sie stellt das Thema vor, erklärt dem Leser, worum es im Folgenden geht, und liefert ihm die Angaben, die er braucht, um den Aufsatz zu verstehen. Im Idealfall macht die Einleitung den Leser neugierig auf das Thema und weckt sein Interesse, den Aufsatz auch tatsächlich zu lesen.

Im Prinzip ist die Einleitung mit dem Beschleunigungsstreifen auf der Autobahn vergleichbar: Der Leser ist bereits auf die Autobahn abgebogen. Nun befindet er sich auf dem Beschleunigungsstreifen, wo er Geschwindigkeit aufnimmt, um sich dann in seine Fahrspur einzufädeln. Der Beschleunigungsstreifen führt den Leser also auf die Fahrbahn. Die Einleitung erfüllt die gleiche Aufgabe. Auch hier hat der Leser den Aufsatz schon in der Hand. Und die Einleitung lotst ihn nun in den eigentlichen Text.

 

Die Inhalte der Einleitung

Die Einleitung stellt das Thema des Aufsatzes vor. Sie gibt dem Leser die Informationen an die Hand, die er braucht, damit er die folgenden Ausführungen richtig einordnen und nachvollziehen kann. Der Verfasser muss dabei aber das richtige Maß finden. Denn einerseits darf er nicht zu viel Vorwissen beim Leser voraussetzen und andererseits sollte er nicht zu weit ausholen.

 

Die Einleitung bei einem Sachaufsatz

Handelt es sich um einen Sachaufsatz, sollte die Einleitung folgende Informationen bereithalten:

·         Thema: Der Leser sollte von Anfang an wissen, womit sich der Aufsatz beschäftigt.

·         Quelle: Bezieht sich der Aufsatz auf einen anderen Text oder ein Buch, sollte in der Einleitung angegeben werden, wer der Autor ist und wann und wo das Werk erschienen ist. Außerdem sollte der Inhalt kurz zusammengefasst werden, z.B. so: In seinem Buch „Titel“ aus dem Jahre … geht Autor XY der Frage nach, …

·         Ziel: Die Einleitung sollte erklären, was im Aufsatz aufgezeigt, behandelt, diskutiert oder widerlegt werden soll, z.B. so: Der Aufsatz beabsichtigt zum einen, …. Zum anderen soll er aufzeigen, …

·         Vorgehensweise/Aufbau: In der Einleitung kann die grobe Gliederung des Aufsatzes benannt werden. Dadurch entsteht ein roter Faden, der den Leser durch den Aufsatz leitet. Formuliert werden kann das beispielsweise so: Zunächst werde ich erläutern … Anschließend werde ich mit … beschäftigen. Der dritte und letzte Teil legt den Fokus auf … Bei einer wissenschaftlichen Arbeit kann in der Einleitung auch angegeben werden, welche Methoden der Verfasser angewendet hat. Bei diesen Methoden kann es unter anderem um Experimente, Beobachtungen oder die Auswertung von Studien handeln.

·         Abgrenzung: Oft ist ein Thema zu komplex und zu facettenreich, als dass es vollständig in einem Aufsatz abgehandelt werden könnte. Deshalb kann der Verfasser in der Einleitung angeben, was außen vor bleibt. Zum einen weckt er dadurch keine falschen Erwartungen. Und zum anderen wird es für ihn selbst leichter, wenn er sein Thema eingrenzt. In der Einleitung kann das beispielsweise so aussehen: Der Aufsatz konzentriert sich auf … Der Aspekt … bleibt dabei unberücksichtigt.

 

Die Einleitung bei einer Geschichte

Bei einer Geschichte sieht die Einleitung etwas anders aus. Hier informiert der Verfasser den Leser darüber,

  • ·         wer die Hauptfiguren der Geschichte sind,
  • ·         wo das Geschehen stattfindet und
  • ·         wann sich die Geschichte ereignet.

Möglich ist auch, den Hauptkonflikt der Geschichte kurz anzudeuten, um auf diese Weise Spannung aufzubauen. Soll der Aufsatz eine andere Geschichte nacherzählen, sollte in der Einleitung stehen, wie die Geschichte heißt, wer sie verfasst hat und worum es darin geht.

 

Die Länge der Einleitung

Die Einleitung ist zwar ein wichtiger Teil des Aufsatzes, muss aber recht kurz bleiben. Als Faustregel gilt, dass die Einleitung fünf bis allerhöchstens zehn Prozent des Aufsatzes ausmachen sollte. Bei einem Aufsatz, der eine Seite umfasst, sollte die Einleitung also aus gerade einmal einem oder zwei Sätzen bestehen. Bei einem Aufsatz über zehn Seiten sollte die Einleitung höchstens eine halbe Seite in Anspruch nehmen.

Damit die Einleitung kurz bleibt, sollte sich der Verfasser auf die wichtigsten Informationen beschränken und diese sachlich, knapp und präzise nennen. Kleine Details gehören nicht in die Einleitung. Gleiches gilt für die eigene Meinung.

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