Schritte zum eigenen Buch

Die wichtigsten Schritte auf dem Weg zum eigenen Buch

 

Viele träumen zwar davon, ein eigenes Buch zu veröffentlichen, aber in sehr vielen Fällen bleibt es bei diesem Traum. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Einige Autoren verfallen in Selbstzweifel und fragen sich, ob sie überhaupt ein ganzes Buch schreiben können. Andere Autoren befürchten, dass sich vielleicht niemand für ihr Buch interessiert und verwerfen die Buchpläne aus Angst vor einer Blamage oder einem frustrierenden Erlebnis wieder.

Wieder andere Autoren sind zwar von ihrem Können überzeugt, kennen sich aber in der Welt der Verlage nicht aus und wissen nicht, wie sie vorgehen sollen und was sie beachten müssen.

Damit der Traum vom eigenen Buch nicht nur ein Traum bleibt, hier die wichtigsten Schritte auf dem Weg zum eigenen Buch auf einen Blick:

 

Das Thema und der Titel

Zunächst braucht das Buch ein Thema. Das Thema schafft die Grundlage und ist mit dem Fundament eines Hauses vergleichbar. Im Idealfall erfüllt das Thema dabei zwei Kriterien. Zum einen handelt es sich um einen Inhalt, mit dem sich der Autor auskennt und über den er mehr weiß als andere.

Zum anderen ist es ein Thema, das nicht nur den Autor, sondern vermutlich auch möglichst viele andere interessiert. Auf der Suche nach einer Buchidee sollte sich der Autor also zunächst fragen, was ihn selbst interessiert, fasziniert und begeistert. Der nächste Gedankengang beschäftigt sich dann damit, wie er seine Begeisterung und sein Interesse so verpacken kann, dass auch andere interessiert und begeistert sind. Dabei muss ein Buchthema nicht immer spektakulär und außergewöhnlich sein. Manchmal sind es gerade Alltagssituationen, die aus einer so originellen und spannenden Perspektive erzählt werden, dass das Buch zum Bestseller wird.

Mindestens genauso wichtig wie der Inhalt ist der Titel des Buches. Vor allem unerfahrene Autoren machen oft den Fehler, dass sie sich rein auf den Inhalt konzentrieren. Ein Buch verkauft sich aber zunächst durch den Titel, denn was in dem Buch steht, erfährt der Leser erst später.

Die Aufgabe des Titels besteht also darin, einen Kaufimpuls auszulösen. Bei der Wahl des Titels ist es daher sinnvoll, sich mehrere Titel auszudenken und diese im Familien- und Freundeskreis zu testen. Dabei geht es um die Frage, welcher Titel am ehesten dazu animiert, das Buch aus dem Regal zu nehmen, näher zu betrachten und letztlich zu kaufen.

 

Der richtige Verlag

Ein weiterer typischer Fehler von unerfahrenen Autoren besteht darin, dass sie wahllos alle möglichen Verlage anschreiben und hoffen, dass irgendeiner davon Interesse zeigen wird. Diese Vorgehensweise kostet aber nicht nur unnötig Zeit und Geld, sondern führt auch zu absolut vermeidbaren Absagen.

Jeder Verlag hat seine Eigenarten und seine Präferenzen. Für den Autor bedeutet das, dass er sich mit den Verlagen beschäftigen sollte, um herauszufinden, wie das Programm aussieht, welche Buchtypen hauptsächlich verlegt werden und welche Themenbereiche im Vordergrund stehen.

Anschreiben sollte der Autor dann nur die Verlage, bei denen sein Buch ins Verlagsprogramm passen könnte.

 

Die Kontaktaufnahme

Auf den Schreibtischen der Verlagsmitarbeiter landen täglich viele Manuskripte und sofern diese nicht ausdrücklich angefordert waren, winken die Lektoren in aller Regel automatisch ab. Um dies zu verhindern, sollte der Autor zunächst nur ein Exposé einreichen.

Ein Exposé versorgt den Lektor mit allen Informationen, die er benötigt, um den Autor und das Buch einschätzen zu können. Für den Autor heißt das, dass ein Exposé im Wesentlichen beantworten sollte,

  • worum es in dem Buch geht, 
  • wer der Autor ist,
  • weshalb das Buch ausgerechnet jetzt geschrieben wird,
  • an welche Zielgruppe sich das Buch richtet und
  • bis wann das Manuskript vorlegt werden kann.

 

Wichtig dabei ist natürlich, dass der Autor interessant, überzeugend und originell schreibt, denn schließlich möchte er den Verlag überzeugen und sich und sein Buch bewerben. Als kleines Schmankerl kann der Autor außerdem einen kurzen Auszug aus dem Buch beilegen. Als Richtlinie gilt aber, dass das Exposé mit zwei bis drei Seiten auskommen sollte, die Leseprobe sollte nicht mehr umfassen als fünf Seiten.

 

Das Manuskript

Ist das Exposé gut angekommen, wird der Verlag um die Zusendung des Manuskripts bitten. Das fertige Manuskript erhält im Lektorat dann seinen letzten Schliff. Das bedeutet, der Lektor korrigiert Rechtschreib- und Tippfehler und ändert hier und da eher unglückliche Formulierungen ab.

Das korrigierte Manuskript, das gleichzeitig die endgültige Buchfassung ist, geht dann zurück an den Autor. Dieser kann es nun noch einmal lesen und für den Druck freigeben. 

 

Das Honorar

Die Zusammenarbeit zwischen dem Autor und dem Verlag basiert auf einem Vertrag und dabei ist das Honorar ein wichtiger Punkt. Das Honorar wird meist gestaffelt vereinbart, was bedeutet, dass der Autor umso mehr verdient, je mehr Bücher verkauft werden.

Wichtig ist aber, dass als Grundlage der Nettoladenpreis vereinbart wird. In einigen Verträgen bildet nämlich der Nettoverlagsumsatz die Honorargrundlage, der Verlagsumsatz fällt aber um etwa 40 Prozent niedriger aus als der Ladenpreis. 

 

Die Werbung

Wenn das Buch auf den Markt gekommen ist, ist die Arbeit noch nicht abgeschlossen, denn damit sich ein Buch verkauft, muss es beworben werden. Viele Verlage rühren zwar die Werbetrommel für ihre Autoren, aber es kann nicht schaden, wenn sich der Autor selbst auch engagiert.

Verkauft sich ein Buch nicht, muss der Autor nämlich damit rechnen, dass es früher oder später auf dem Schnäppchentisch landet.

 

Weiterführende Schreibtechniken, Anleitungen und Ratgeber:

Erzählung schreiben
Memoiren schreiben
Jugendbuch schreiben
Thriller schreiben
Manuskripte schreiben 

 

Thema: Die wichtigsten Schritte auf dem Weg zum eigenen Buch

 
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2 Gedanken zu „Schritte zum eigenen Buch“

  1. Super, endlich ein informativer Post, mein Dank. Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Generell finde ich diesen Blog gut zu lesen und leicht zu verstehen.

  2. Die ersten Schritte zum eigenen Buch sind sicherlich nicht leicht. In der Vergangenheit kam sicherlich auch das Wagnis der Produktionskosten hinzu.

    Wenigstens in dieser Hinsicht ist es für alle angehenden Autoren leichter geworden. „Book on demand“ macht´s möglich und reduziert das finanzielle Risiko einer Buchproduktion auf ein Minimum.

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