Die besten Tipps gegen eine Schreibblockade

 

Schreibblockaden sind eigentlich nichts Ungewöhnliches und jeder, der regelmäßig schreibt, hat früher oder später die Befürchtung, nichts Vernünftiges mehr zu Papier bringen zu können. Für Schreibblockaden kann es viele unterschiedliche Ursachen geben, aber selbst die verständlichste psychoanalytische Erklärung bringt einem Autor recht wenig, wenn er sich mitten in einer vermeintlichen Schaffenskrise befindet.

Dies wiederum liegt in erster Linie daran, dass sich Schreibblockaden in aller Regel im denkbar ungünstigsten Moment einstellen, beispielsweise wenn es darum geht, eine Abschlussarbeit, einen besonders wichtigen Artikel oder sonst einen Text zu verfassen, der richtig gut werden muss, weil viel davon abhängt. Allerdings ist eine Schreibblockade kein Grund, in Panik zu geraten oder das eigene Können in Frage zu stellen, zumal es bewährte Tricks gibt, die beim Ausweg aus der Krise helfen können.

 

Hier die besten Tipps gegen eine Schreibblockade in der Übersicht:

 

1. Sich selbst austricksen

Eine Schreibblockade kann nur dann zu einer Schreibblockade werden und eine bleiben, wenn der Autor selbst daran glaubt. Anders ausgedrückt bedeutet das, dass jemand, der krampfhaft versucht, ein Problem zu lösen, voraussetzt, dass es ein Problem gibt.

Insofern kann es sehr hilfreich sein, wenn der Autor seine Tätigkeit aus einer anderen Perspektive betrachtet und mit anderen Berufen vergleicht. Ein Briefträger beispielsweise gerät auch nicht plötzlich in Panik, wenn er einen Briefkasten sieht, ein Berufskraftfahrer verlernt auch nicht von heute auf morgen, wie er sein Fahrzeug lenken muss, und ein Friseur gerät nicht aus dem Nichts heraus in eine Haarschneidekrise. Somit gibt es auch keinen vernünftigen Grund, weshalb ein Autor unter einer Schreibblockade leiden sollte.

 

2. Den Perfektionsdruck ausschalten

Viele Autoren bremsen ihre Kreativität aus, weil sie möglichst perfekt sein wollen. Natürlich soll ein Text gut werden, aber wenn ein Autor einen Text beginnt, schreibt er zunächst an der ersten Fassung.

Wichtig ist, sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass die Erstfassung nur der erste Schritt ist. Das bedeutet, der erste Entwurf darf durchaus noch Fehler und Unstimmigkeiten enthalten, denn er stellt nur die Grundlage dar. Für die Perfektionierung und den Feinschliff ist der zweite Schritt da, nämlich die Überarbeitung.

 

3. Kleine Schritte führen zum Ziel

Ein häufiger Grund, der viele Autoren lähmt, ist der große Berg an Arbeit, den sie vor sich sehen. In vielen Fällen stellt sich eine Art Ohnmacht ein, denn es scheint unmöglich, diesen großen Berg jemals überwinden zu können. Abhilfe hierbei kann ein Arbeitsplan schaffen, der die Aufgaben in viele kleine Etappen aufteilt.

Der große Berg wird auf diese Weise in kleine Abschnitte zerstückelt und diese wirken bei Weitem nicht so bedrohlich.

Gleichzeitig hilft ein Arbeitsplan bei einem weiteren häufigen Grund, der die Kreativität lähmt, nämlich Zeitdruck. Es gibt zwar durchaus Autoren, die unter Zeitdruck erst so richtig effektiv arbeiten können, bei den meisten stellt sich jedoch eher Panik ein, wenn sie wissen, dass sie zu einem bestimmten Termin auf jeden Fall fertig sein müssen.

Durch einen Arbeitsplan kann sich der Autor seine Zeit einteilen, wobei sinnvoll ist, großzügig zu planen. Es motiviert nämlich ungemein, wenn die Arbeit schneller erledigt ist, als ursprünglich geplant.

 

4. Einfach schreiben

Was zunächst paradox klingt, erweist sich auf den zweiten Blick als tatsächlich guter Tipp. Oft liegt eine Schreibblockade nämlich daran, dass der Autor keinen Bezug zu dem Thema hat, über das er schreiben soll, oder einfach keinen guten Einstieg findet.

In diesem Fall bringt es wenig, sich krampfhaft mit diesem einen Text zu beschäftigen. Allerdings kann der Autor einfach etwas anderes Schreiben, beispielsweise einen Brief, eine E-Mail, eine Tagebucheintrag oder schlichtweg nur das aufschreiben, was ihm gerade durch den Kopf geht.

Häufig ergibt sich dadurch automatisch ein Schreibfluss und über Umwege nähert sich der Autor auch dem Thema an, das ihm anfänglich Schwierigkeiten bereitet hat. 

 

5. Lesen

Viele Menschen, die schreiben, lesen auch sehr gerne. Insofern kann es helfen, die eigene Schreibblockade durch Lesen zu überwinden.

Dabei können andere Texte wertvolle Ideen und Anregungen liefern, genauso können sie aber auch das Selbstbewusststein und die Motivation steigern, wenn der Autor nämlich feststellt, dass er das Schreiben sehr viel besser beherrscht.

 

6. Ein Schreibverbot aussprechen

Naturgemäß reizt das am meisten, was eigentlich verboten ist. Ein effektives Mittel bei einer Schreibblockade kann daher sein, wenn sich der Autor über einen bestimmten Zeitraum ganz bewusst verbietet, in jeglicher Form zu schreiben.

In vielen Fällen bewirkt ein Verbot, dass sich gerade dann Ideen entwickeln. 

 

 

Thema: Die besten Tipps gegen eine Schreibblockade 

Kommentar schreiben

Lesen Sie weiter:
Fachartikel schreiben

Fachartikel schreiben   Bei einem Fachartikel handelt es sich um eine wissenschaftliche Arbeit, in deren Rahmen eine bestimmte Problemstellung thematisiert...

Schließen