Aktuelle Rechtschreibregeln

Aktuelle Rechtschreibregeln 

Ob Aufsätze, Geschichten, Artikel, Briefe oder schriftliche Nachrichten und Botschaften: Bei Texten aller Art muss die Rechtschreibung stimmen. Denn zum einen macht es keinen guten Eindruck, wenn es in einem Text nur so von Rechtschreibfehlern wimmelt.

Und zum anderen kann es schnell passieren, dass es durch die falsch geschriebenen Wörter zu Missverständnissen kommt. Schließlich verändert sich bei einigen Wörtern je nach Schreibweise die Bedeutung. Denkbar ist aber auch, dass der Leser das fehlerhafte Wort anders interpretiert als es der Autor gemeint hat.

Die richtige Rechtschreibung zählt genauso zu den Grundfertigkeiten wie das Lesen und das Schreiben. Kein Wunder also, dass die korrekte Rechtschreibung ab der Grundschule ein großes Thema ist. Und die Frage, wie etwas richtig geschrieben wird, stellt sich eigentlich das ganze Leben lang immer wieder.

Nun sind die Regeln zur deutschen Rechtschreibung aber ziemlich komplex. Die gesamte Rechtschreibung in wenigen Worten zusammenzufassen und in ein paar Sätzen zu vermitteln, ist deshalb nicht möglich. Wer die allerwichtigsten Rechtschreibregeln, die im alltäglichen Sprachgebrauch ständig vorkommen, kennt, ist aber schon einmal auf einem guten Weg. Und genau diese Rechtschreibregeln haben wir im Folgenden zusammengefasst.

 

Die Rechtschreibregeln zur Groß- und Kleinschreibung

Im Deutschen werden einige Wörter großgeschrieben, während andere Wörter mit einem Kleinbuchstaben beginnen. Die Rechtschreibregeln dazu lauten wie folgt:

 

Ein Wort beginnt mit einem Großbuchstaben, wenn

– es sich um ein Substantiv (Hauptwort) oder einen Eigennamen handelt.

– es das erste Wort des Satzes ist.

– es wie ein Substantiv verwendet wird.

– das Wort eine Höflichkeitsanrede ist.

– es sich um eine Paarformel handelt.

 

Beispiele:

1. Die schwarze Jacke gehört Peter. (Jacke ist ein Substantiv, Peter ein Eigenname.)

2. Auf dem Bild ist eine Landschaft zu sehen. (Auf ist das erste Wort des Satzes)

3. Ohne seine Lesebrille fällt ihm das Lesen schwer. (Das Lesen wird hier durch den Artikel zu einem Substantiv.)

4. Könnten Sie bitte das Fenster schließen? (Sie wird hier als höfliche Form der Anrede verwendet.)

5. Bei dem Fest kamen Jung und Alt zusammen.

 

Die Rechtschreibregeln zur Zusammen- und Getrenntschreibung

Beim Schreiben von zusammengesetzten Begriffen oder besonderen Ausdrücken stellt sich immer mal wieder die Frage, ob diese Wortverbindungen als ein Wort zusammengeschrieben oder in zwei Wörter aufgeteilt werden.

 

Zur Zusammenschreibung gelten folgende Rechtschreibregeln:

Eine Wortverbindung wird zusammengeschrieben, wenn

– die Wörter zusammen eine neue oder andere Bedeutung haben.

– der erste Wortteil den zweiten Wortteil näher beschreibt.

– die beiden Wortteile nicht gesteigert werden können.

 

Beispiele:

1. Er ging zum Arzt und ließ sich krankschreiben. (Hier erhält die Wortverbindung eine neue, eigene Bedeutung.)

2. Ihre Freude über die Jobzusage war riesengroß. (Hier beschreibt der erste Wortteil den zweiten Wortteil näher.)

3. Die Suppe ist nur noch lauwarm. (Hier lassen sich die Wortteile nicht steigern.)

 

Im Unterschied dazu gilt für die Getrenntschreibung von Wortverbindungen:

Eine Wortverbindung wird getrenntgeschrieben, wenn

– sie aus einem Substantiv und einem Verb besteht.

sein darin enthalten ist.

– es sich um zwei eigenständige Adjektive handelt.

 

Beispiele:

1. Endlich darf er Auto fahren!

2. Der Besuch wird in wenigen Minuten da sein.

3. Für seinen Vortrag braucht er richtig gute Argumente.

 

Tipp: Ist sich der Autor unsicher, wie eine Wortverbindung geschrieben wird, hilft es oft, wenn er sie laut ausspricht. Werden beide Wörter gleich stark betont, werden sie in den meisten Fällen als zwei Wörter geschrieben. Liegt die Betonung hingegen auf dem ersten Wort, wird die Verbindung meist zusammengeschrieben.

 

Die Rechtschreibregeln zu SS und ß

So mancher Autor ist unsicher, wann ein Wort mit einem doppelten S und wann mit einem ß geschrieben wird. Dabei ist diese Unterscheidung recht einfach: 

– Auf einen kurzen Vokal folgt ein Doppel-S.

– Auf einen langen Vokal folgt ein ß.

 

Um die richtige Rechtschreibung zu ermitteln, sagt sich der Autor das Wort also am besten laut vor. Wird der Buchstabe vor dem S-Laut kurz ausgesprochen, werden danach zwei S geschrieben. Wird der Buchstabe hingegen lang ausgesprochen, steht danach ein ß.

 

Beispiele:

1. Ich habe vergessen, meine Tasse in die Spülmaschine zu stellen.

2. Zum Geburtstag überreichte er ihr einen Blumenstrauß und eine Grußkarte.

 

Ein Merksatz zum Schluss

Im Deutschen werden gerne und oft zwei Substantive zu einem Substantiv miteinander verbunden. Dabei bleiben alle Buchstaben erhalten. Das gilt auch dann, wenn drei gleiche Buchstaben aufeinandertreffen. Damit das Wort übersichtlicher wird, ist es aber möglich, das Wort mit Bindestrich zu schreiben. Und beim Einprägen dieser Rechtschreibregel hilft vielleicht der folgende Merksatz: 

Treffen sich drei Buchstaben zu einem Wort, so nimmt man keinen davon fort. Doch sieht das für dich komisch aus, dann mach ein Wort mit Bindestrich daraus.

Beispiele: Balletttanz / Ballett-Tanz, Hawaiiinsel / Hawaii-Insel, Krepppapier / Krepp-Papier

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