Infos und Tipps rund um Lückendiktate, Teil 2

Infos und Tipps rund um Lückendiktate, Teil 2

Rechtschreibung, Zeichensetzung und Hörverständnis: Das sind die drei Dinge, die ein Diktat überprüft. Doch Diktate stehen nicht nur im Deutschunterricht auf dem Programm. Auch bei Einstellungstests kommen sie regelmäßig vor.

Infos und Tipps rund um Lückendiktate, Teil 2

Denn ohne sichere Kenntnisse der deutschen Sprache geht es im Beruf genauso wenig wie im alltäglichen Leben. Und durch das Diktat kann sich der Arbeitgeber von Anfang an einen Eindruck von den Deutschkenntnissen der Bewerber verschaffen.

Anders als in der Schule werden bei Einstellungstests aber oft keine klassischen Diktate, sondern stattdessen Lückendiktate geschrieben. Genau zu diesen Lückendiktaten haben wir in einem zweiteiligen Beitrag Infos und Tipps zusammengetragen.

Dabei haben wir in Teil 1 erklärt, wozu die Diktate überhaupt geschrieben werden, was ein Diktat von einem Lückendiktat unterscheidet und wie ein Lückendiktat abläuft.

Hier kommt nun Teil 2!:

4 Tipps für die Vorbereitung auf ein Lückendiktat

Durch das Wissen aus dem Deutschunterricht und die tägliche Praxis, die das Sprechen mit sich bringt, ist schon eine ziemlich gute Basis vorhanden. Deshalb ist es nicht mehr notwendig, bei der Vorbereitung auf ein Lückendiktat großartig zu lernen. Es reicht, ein wenig zu üben und die Deutschkenntnisse auf Vordermann zu bringen.

Auf der anderen Seite sollte der Testteilnehmer die Prüfungssituation nicht unterschätzen. Schon in der Schule kann eine Klassenarbeit für Nervosität sorgen.

Bei einem Einstellungstest kommt noch dazu, dass die Umgebung ungewohnt ist und der Prüfling niemanden kennt. Außerdem geht es um die berufliche Zukunft, was die Anspannung zusätzlich erhöhen kann. Hat der Prüfling dann im Hinterkopf, dass er geübt hat, wird er sich sicherer fühlen.

Bleibt aber die Frage, wie sich der Prüfling auf ein Lückendiktat vorbereiten kann.

Hier dazu vier Tipps:

  1. Die Rechtschreibregeln wiederholen.

Der Testteilnehmer sollte sich mit den Regeln zur aktuellen Rechtschreibung auseinandersetzen. Dabei sollte er vor allem die Regeln zur Groß- und Kleinschreibung und zum Getrennt- und Zusammenschreiben von Wörtern wiederholen.

Außerdem sollte er sich die wichtigsten Ausnahmen und klassischen Fehlerquellen anschauen. Denn diese Bereiche bilden meist die Schwerpunkte bei einem Lückendiktat.

Natürlich kann es nicht schaden, wenn sich der Prüfling auch die Kommaregeln und die wichtigsten Grammatikregeln noch einmal ins Gedächtnis ruft. Beim Lückendiktat steht aber die Rechtschreibung an erster Stelle.

  1. Übungsdiktate schreiben.

Die Rechtschreibregeln zu kennen, ist das Eine. Sie richtig anzuwenden, aber noch einmal eine andere Nummer. Deshalb sollte der Prüfling ein paar Probediktate schreiben.

Auf diese Weise übt er nicht nur die Rechtschreibung, sondern trainiert auch das Hörverständnis und gewöhnt sich nebenbei an die Abläufe beim Diktat. Dabei kann sich der Prüfling die Texte entweder diktieren lassen oder sie laut vorlesen, aufnehmen und abspielen.

Als Übungstexte eignen sich Passagen aus Sachbüchern und Artikel aus großen, namhaften Zeitungen oder Fachzeitschriften gut. Denn vom sprachlichen Niveau her entsprechen diese Texte ungefähr den Lückendiktaten bei Einstellungstests.

Außerdem kann der Prüfling davon ausgehen, dass die Texte keine Rechtschreibfehler enthalten. Bei Beiträgen im Internet ist das nicht immer so.

  1. Deutschaufgaben lösen.

Auch Aufgaben zur Rechtschreibung und zum Wortschatz sind eine effektive Methode, um das Deutschwissen zu überprüfen und aufzufrischen. Solche Übungsaufgaben finden sich in Deutschbüchern und in Literatur, die sich mit Einstellungstests befasst.

Damit das Üben nicht zu langweilig wird, kann der Prüfling außerdem Kreuzworträtsel lösen und Ratespiele spielen. Sie sorgen für eine unterhaltsame Abwechslung und trainieren nebenher das Allgemeinwissen.

  1. Lesen.

Beim Lesen stößt der Prüfling auf verschiedenste Wörter und Formulierungen. Sicher werden darunter auch einige Begriffe sein, die er gar nicht kennt oder anders geschrieben hätte. Durch das Lesen prägt er sich aber das Schriftbild ein.

Und wenn er dann ein Wort geschrieben vor sich hat, kann er leichter beurteilen, ob das Wort richtig geschrieben ist oder irgendwie falsch aussieht.

Außerdem bleibt der Prüfling auf dem Laufenden und eignet sich Wissen an, wenn er regelmäßig liest. Das ist deshalb ein Vorteil, weil sich das Diktat beim Test inhaltlich durchaus mit aktuellen Ereignissen oder beruflichen Themen befassen kann.

5 Tipps für das Schreiben des Lückendiktats

Zugegeben, ein Lückendiktat ist nicht ganz einfach. Immerhin muss der Prüfling den Text mitlesen, dem Diktierten zuhören, die fehlenden Wörter richtig verstehen und sie korrekt geschrieben in die Lücken eintragen.

Und das Ganze muss nahezu gleichzeitig geschehen. Ohne Konzentration wird das kaum klappen und eine gewisse Anspannung macht es nicht unbedingt einfacher.

Trotzdem muss sich der Prüfling nicht verrückt machen. Das Lückendiktat wird vom Niveau nicht so schwer sein, dass selbst ein Deutschlehrer seine liebe Mühe hätte. Und kein Unternehmen erwartet ein absolutes Deutsch-Ass.

Letztlich will der Schreibtest nur herausfinden, ob die normalen Basiskenntnisse vorhanden sind. Und dass der Prüfling unter Stress mehrere Dinge gleichzeitig machen muss, kommt sowohl im Beruf als auch im Alltag ebenso vor.

Deshalb sollte der Prüfling einmal tief durchatmen und sich ruhig der Aufgabe stellen.

Außerdem sollte er folgende Ratschläge beherzigen:

  1. Ist sich der Prüfling nicht ganz sicher, ob er ein Wort richtig verstanden hat, sollte er zunächst das notieren, was er glaubt, gehört zu haben. Wenn die Passage wiederholt wird, kann er seine Mitschrift überprüfen.

  2. Grundsätzlich sollte der Prüfling direkt mitschreiben. Es macht keinen Sinn, sich die Wörter für später merken zu wollen. Denn der Prüfling wird keine Zeit haben, großartig zu überlegen, was wohl in die Lücke gehört.

  3. Beim Schreiben sollte der Prüfling auf sein Bauchgefühl vertrauen. Je länger er über die richtige Schreibweise nachdenkt, desto unsicherer wird er. Die erste Idee stimmt sowieso meistens. Und durch mehrfache Korrekturen baut der Prüfling möglicherweise Fehler ein, wo zuvor keine waren.

  4. Wird das Lückendiktat von Hand geschrieben, sollte der Prüfling auf eine leserliche Schrift achten. Denn wenn der Prüfer das Notierte nicht entziffern kann, wird er im Zweifel einen Fehler werten.

Es kann passieren, dass eine Lücke leer bleibt. Oder dass der Prüfling einen Fehler vermutet, ihn aber nicht korrigieren kann. Das ist kein Grund zur Panik! Natürlich sollte das Ziel sein, einen fehlerfreien Text abzuliefern. Doch der Prüfling fällt nicht durch, nur weil seine Mitschrift nicht zu 100 Prozent stimmt.

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Gerd Traube, studierter Germanist und Buchautor, geboren 1966, sowie Michaela Lange, geboren 1978, Deutschlehrerin und Privatautorin, sowie Ferya Gülcan Redakteurin und Betreiberin dieser Seite, schreiben hier für Sie/euch alles Wissenswerte zum Thema Schreiben. Ob für Schule, Beruf, angehende Schriftsteller oder Redakteure, wir hoffen, dass unsere Übungen und Anleitungen Ihnen weiterhelfen.

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