Aufsatz Tipps

Aufsatz Tipps 

Auch in anderen Fächern, vor allem aber im Deutschunterricht werden regelmäßig Aufsätze geschrieben. Nur: Wie gelingt ein guter Aufsatz? Hier sind Infos und Tipps!

 

Was ist ein Aufsatz überhaupt?

DEN Aufsatz gibt es so eigentlich gar nicht. Die Bezeichnung Aufsatz ist vielmehr eine Art Oberbegriff und umfasst viele verschiedene Textsorten. Anders ausgedrückt heißt das: Ein Aufsatz ist eine schriftliche Abhandlung zu einem bestimmten Thema. Dabei kann diese Abhandlung in unterschiedlichen Formen daherkommen, beispielsweise als

  • ·         Kurzgeschichte,
  • ·         Bericht,
  • ·         Erörterung,
  • ·         Interpretation,
  • ·         Nacherzählung oder
  • ·         Inhaltsangabe. 

Je nach Textsorte müssen unterschiedliche formale und stilistische Vorgaben erfüllt sein. Schreibt der Verfasser beispielsweise eine Kurzgeschichte, kann er seiner Fantasie freien Lauf lassen und sich eine interessante Handlung ausdenken. Bei Aufsätzen, die Geschichten erzählen, geht es darum, den Leser zu unterhalten. Im Unterschied dazu stehen etwa bei einer Inhaltsangabe genaue Informationen und Fakten im Vordergrund.

Hier muss sich der Verfasser an seine Textvorlage halten. Er muss die Inhalte in seinen eigenen Worten wiedergeben und darf dabei nichts dazudichten. Wichtig ist deshalb, dass sich der Verfasser zunächst einmal vor Augen führt, welche Art von Aufsatz er schreiben soll. Andernfalls besteht die Gefahr, dass das Thema verfehlt ist, obwohl der Text an sich wirklich gut gelungen ist.

 

Wie ist ein Aufsatz aufgebaut?

Auch wenn es viele verschiedene Aufsatzarten gibt und jede Aufsatzart ihre Besonderheiten hat, so ist der grundlegende Aufbau doch immer gleich. Jeder Aufsatz gliedert sich nämlich in eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schlussteil.

 

Die Einleitung

Die Einleitung führt den Leser an das Thema des Aufsatzes heran. Gleichzeitig versorgt die Einleitung den Leser mit allen wesentlichen Informationen, die er braucht, um die folgenden Aussagen nachvollziehen und richtig einordnen zu können. Bezieht sich der Aufsatz auf einen anderen Text, werden in der Einleitung neben der Aufsatzart auch der Autor, das Erscheinungsjahr und eine Kurzzusammenfassung des Originaltextes genannt. Im Wesentlichen beantwortet die Einleitung somit die Fragen Wer, Wo und Wann.

Die Einleitung soll den Leser aber tatsächlich nur auf den folgenden Text einstimmen. Ihre Aufgabe besteht darin, die grundlegenden Informationen auf den Punkt zu bringen, damit sich der Leser ein Bild davon machen kann, was ihn erwartet. Deshalb fällt die Einleitung auch nur recht kurz aus. Mehr als fünf, allerhöchstens zehn Prozent des Aufsatzes sollte sie nicht ausmachen.

 

Der Hauptteil

Der Hauptteil ist das Herzstück des Aufsatzes und nimmt mit etwa 80 Prozent den mit Abstand größten Raum ein. Im Hauptteil wird die eigentliche Geschichte erzählt. Hier werden, je nach Aufsatzart, alle Handlungen und Abläufe beschrieben, sämtliche Argumente genannt und ausgewertet oder alle Deutungen und Erklärungen aufgeführt. Der Hauptteil kümmert sich damit um die Fragen Was, Wie und Warum.

Wichtig beim Hauptteil ist, einen sogenannten Spannungsbogen aufzubauen. Spannungsbogen bedeutet, dass sich die Handlung immer weiter verdichtet oder die Inhalte zunehmend an Bedeutung gewinnen. Am Ende des Hauptteils sollte die Handlung dann ihren Höhepunkt erreicht haben.

 

Der Schlussteil

Der Schlussteil beendet den Aufsatz. Je nach Aufsatzart löst der Verfasser im Schlussteil die Geschichte auf, fasst seine Erkenntnisse noch einmal kurz zusammen oder zieht ein Fazit. Im Schlussteil werden aber keine neuen Sachverhalte mehr genannt und auch keine langen Erklärungen mehr abgegeben. Stattdessen soll der Schlussteil den Aufsatz abrunden und den Leser aus dem Aufsatz begleiten. Das sollte kurz und knackig geschehen. Ähnlich wie die Einleitung sollte auch der Schlussteil nicht mehr als fünf, höchstens zehn Prozent des Aufsatzes ausmachen.

 

10 Tipps für einen gelungenen Aufsatz

Je nach Aufsatzart müssen unterschiedliche Dinge beachtet werden. Es gibt aber ein paar allgemeine Tipps, die der Verfasser immer beherzigen sollte, wenn er einen Aufsatz schreibt:

Roman;“>1.       Der Verfasser sollte sich vor Augen führen, welche Aufsatzart gefordert ist.

2.       Eine gute Vorbereitung ist das A und O für einen gelungenen Aufsatz. Der Verfasser sollte sich deshalb zuerst überlegen, was er mit seinem Aufsatz aussagen will. Was soll die zentrale Botschaft sein? Was will er dem Leser vermitteln? Danach sollte der Verfasser Stichworte zusammentragen und diese Stichworte in eine sinnvolle Reihenfolge bringen. Damit ist die Gliederung vorhanden und das Schreiben kann beginnen.

3.       Der Verfasser sollte darauf achten, dass sich ein roter Faden durch seinen Aufsatz zieht. Außerdem sollte er den Aufbau aus Einleitung, Hauptteil mit Spannungsbogen und Schlussteil nicht aus den Augen verlieren.

4.       Der Verfasser sollte auf einen flüssigen Sprachstil achten. Besser als lange, komplizierte Schachtelsätze sind kürzere, klare und gut verständliche Sätze.

5.       Der Verfasser sollte nicht nur Behauptungen aufstellen, sondern seine Aussagen mit Beispielen veranschaulichen.

6.       Damit der Text lesefreundlicher wird, sollte der Verfasser seinen Text in Abschnitte aufteilen. Dabei gilt: Ein Gedanke pro Absatz.

7.       Der Verfasser sollte sich für eine Zeitform entscheiden. Wenn er ständig zwischen den Zeiten hin und her springt, kann das den Leser verwirren.

8.       Der Verfasser sollte auf abwechslungsreiche Satzanfänge achten. Nichts ist langweiliger als eine Verknüpfung der Aussagen mit dann und dann und dann und dann.

9.       Ein guter Aufsatz braucht eine Überschrift. Die Überschrift sollte die Neugier des Lesers wecken und ihn auf den Aufsatz einstimmen, aber noch nicht zu viel verraten. Ist die Überschrift nicht vorgegeben, denkt sich der Verfasser die Überschrift am besten erst aus, nachdem sein Aufsatz fertig ist.

10.     Ganz zum Schluss sollte der Verfasser die Rechtschreibung und die Zeichensetzung prüfen. Ein Aufsatz ist zwar kein Diktat. Doch wenn es im Aufsatz nur so von Fehlern wimmelt, kann sich das nachteilig auf die Benotung auswirken.

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