In 6 Schritten zum unvergesslichen Ehegelübde, 2. Teil

In 6 Schritten zum unvergesslichen Ehegelübde, 2. Teil

Die Hochzeit ist der perfekte Rahmen für eine öffentliche Liebeserklärung und ein romantisches Treueversprechen. Und gewusst wie, ist es gar nicht so schwer, ein unvergessliches Ehegelübde zu formulieren.

Die wichtigste Aussage bei einer Trauung sind natürlich die drei kleinen, unscheinbaren Worte, die da lauten: „Ja, ich will.“ Dieses Eheversprechen ist der krönende Abschluss von einem Standard-Gelübde, bei dem es unter anderem darum geht, in guten und schlechten Zeiten zueinander zu halten. Doch vielen Brautpaaren ist das zu wenig. Sie möchten sich ein individuelles Eheversprechen geben, das in ihren eigenen Worten formuliert ist.

Persönliche Ehegelübde, die das Brautpaar während der Trauzeremonie zueinander spricht, sind schwer angesagt. Allerdings muss ein solches Versprechen einige Anforderungen erfüllen. So sollte es sehr persönlich sein, ohne dabei zu kitschig zu wirken. Es sollte alles Wichtige beinhalten, aber nicht zu lang werden. Es sollte zum Paar und zur Zeremonie gleichermaßen passen. Und der Text sollte so gestaltet sein, dass die Brautleute ihre Versprechen im entscheidenden Moment trotz Aufregung und zittriger Stimme vortragen können.

Andererseits gibt es beim Ehegelübde kein richtig oder falsch, kein besser oder schlechter. Denn am Ende zählt, dass das Brautpaar die für sich richtigen Worte findet. Und wie ein solches unvergessliches Ehegelübde gelingen kann, erklären wir in einer Art Anleitung aus sechs Schritten. Im 1. Teil dieses Beitrags haben wir die drei ersten Schritte genannt. Hier geht’s nun weiter mit dem 2. Teil.

 

Schritt 4: Die Form festlegen.

Sind Ideen für den Inhalt des Eheversprechens vorhanden, sollte sich das Brautpaar als nächstes entscheiden, in welcher Form das Ehegelübde gestaltet werden soll. Grundsätzlich gibt es dabei zwei verschiedene Möglichkeiten:

 

  1. Ehegelübde in klassischer Form

In der klassischen Variante tragen Braut und Bräutigam ihre Eheversprechen nacheinander vor. Dabei kann sich das Brautpaar in Sachen Stil abstimmen und gemeinsam festlegen, ob die Versprechen eher traditionell, sehr gefühlvoll oder eher lustig ausfallen sollen. Aber natürlich kann auch jeder für sich sein Eheversprechen schreiben und den Partner dann vor dem Traualtar damit überraschen.

 

  1. Ehegelübde als Dialog

Das Brautpaar kann sein Ehegelübde auch als wechselseitiges Versprechen vortragen. In diesem Fall besteht das Eheversprechen aus eher kurzen Aussagen, die Braut und Bräutigam immer abwechselnd aufsagen. Das klingt dann beispielsweise so:

Bräutigam: Ich möchte dich achten, dich umsorgen und dich beschützen.

Braut: Ich möchte mit dir zurückschauen, das Jetzt genießen und nach vorne blicken.

Bräutigam: Ich möchte dich lieben, so wie bisher und immer wieder neu.

Braut: Ich möchte dich für mich haben, ohne dich einzuengen, und stolz auf uns sein, aber nie überheblich.

Beide zusammen: So soll es sein und bleiben, solange wir leben.

 

Schritt 5: Das Ehegelübde formulieren.

Nun gilt es, die Ideen in schöne Worte zu verpacken. Dabei sollte das Brautpaar aber grundsätzlich seine eigenen Worte wählen. Denn das Ehegelübde soll ja persönlich sein und von Herzen kommen. Außerdem muss sich das Brautpaar mit seinem Versprechen wohlfühlen. Übertriebene, hochgestochene oder schnulzige Formulierungen klingen schnell gekünstelt und unglaubwürdig. Zu umgangssprachlich sollte das Ehegelübde zwar auch nicht werden, aber es sollte eben zu erkennen sein, von wem es kommt.

Wichtig wäre auch, dass Ehegelübde nicht zu lang zu gestalten. Auch wenn sich das Brautpaar stundenlang herzergreifende Liebeserklärungen machen könnte, ist es beim Ehegelübde besser, auf den Punkt zu kommen und nicht herumzuschwafeln. Wird im Eheversprechen ein gemeinsames Erlebnis erwähnt, sollte es bei dieser einen Anekdote bleiben. Im Ehegelübde geht es nicht darum, die gesamte gemeinsame Geschichte zu erzählen und in Zukunftsplänen zu schwelgen. Stattdessen soll das Ehegelübde zum Ausdruck bringen, was sich das Brautpaar für die Ehe und die Zeit als Brautpaar verspricht.

Deshalb kann es durchaus ein guter Anfang sein, das Ehegelübde mit einer Formulierung wie “Ich versprechen dir …” zu beginnen. Eine andere Möglichkeit ist, mit einem passenden Zitat anzufangen und das Ehegelübde um dieses Zitat herum aufzubauen. Dabei kann das Zitat von einem Dichter oder einer berühmten Persönlichkeit stammen. Aber auch eine Aussage vom Partner selbst oder jemandem aus dem Bekanntenkreis kann als Zitat dienen. Weitere Quellen für schöne Sprüche können Filme und Songs sein.

 

Die 4 wichtigsten Tipps auf einen Blick

 

  1. Das Eheversprechen sollte aus eher kurzen, einfachen Sätzen bestehen. Zum einen lassen sich solche Sätze leichter auswendig lernen und vortragen. Zum anderen werden die Gäste bei langen und komplizierten Schachtelsätzen vielleicht nur die Hälfte verstehen.
  2. Ehegelübde anderer Paare können zwar Anregungen und Ideen liefern. Das Brautpaar sollte aber auf keinen Fall andere Eheversprechen kopieren. Stattdessen sollte es seine eigene, persönliche Liebeserklärung formulieren und dafür Worte wählen, die zum Brautpaar passen.
  3. Auf Kosenamen oder zu persönliche Geschichten, die den anderen in Verlegenheit bringen könnten, sollte verzichtet werden. Gleiches gilt für Aussagen, Geschichten und andere Insider, die nur das Brautpaar selbst versteht.
  4. Das Ehegelübde sollte keine endlos lange und ausschweifende Rede werden. Stattdessen sollte es sich auf das Wesentliche beschränken. Die Länge ist dann optimal, wenn der jeweilige Partner sein Eheversprechen noch locker auswendig vortragen kann.

Schritt 6: Das Eheversprechen üben.

Ist das Ehegelübde fertig, sollte das Brautpaar den Vortrag üben. Während der Trauzeremonie wird das Brautpaar vermutlich aufgeregt sein, die Stimme wird vielleicht etwas zittrig und eventuell wird die eine oder andere Träne fließen. Deshalb sollte das Brautpaar das Ehegelübde auf einem Zettel aufschreiben.

Wenn die Nerven nicht mitspielen, kann das Eheversprechen abgelesen werden. Aber meist reicht es zur Beruhigung schon aus, wenn der jeweilige Partner weiß, dass er zur Not auf seinen Spickzettel zurückgreifen kann. Ansonsten ist es optimal, wenn die Braut und der Bräutigam ihr Eheversprechen frei vortragen und dem Partner dabei in die Augen sehen.

Für den Vortrag selbst gilt, dass der Vortragende laut und deutlich sprechen sollte. Ratsam ist außerdem, bewusst kleinere Pausen einzuplanen, damit das Gesagte beim Partner und den Gästen ankommen kann. Und keine Sorge: Kleinere Versprecher machen überhaupt nichts. Ganz im Gegenteil lassen sie den Moment noch echter und persönlicher und damit letztlich nur noch schöner werden.

 

Übrigens

Das Ehegelübde kann nicht nur bei einer Trauung aufgesagt werden. Genauso ist möglich, sein Eheversprechen an einem Hochzeitstag zu erneuern. Schließlich gibt es kaum etwas Schöneres, als sich nach einigen Ehejahren gegenseitig zu bestätigen, den Weg auch weiterhin gemeinsam weitergehen zu wollen. Denn das heißt nichts anderes, als dass das Paar bis jetzt alles richtig gemacht hat.

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