10 wichtige Tipps für ein gutes Buch, 1. Teil

10 wichtige Tipps für ein gutes Buch, 1. Teil 

Viele träumen davon, irgendwann ein eigenes Buch zu schreiben. Und meistens soll es sich bei diesem Buch um einen Roman handeln. Nun ist es aber gar nicht so einfach, eine Geschichte zu schreiben, die sich über mehrere hundert Seiten erstreckt und dabei vom Anfang bis zum Ende interessant, spannend und unterhaltsam ist.

Umso besser ist dann, wenn der Autor weiß, wie es geht, und auf den einen oder anderen Trick zurückgreifen kann. Doch welche Tricks gibt es? In einem zweiteiligen Beitrag haben wir die zehn wichtigsten Tipps für ein gutes Buch zusammengestellt.

Hier ist der 1. Teil:

 

Tipp 1: Die Geschichte in einem Satz

Beim Schreiben kann es schnell passieren, dass die eigentliche Handlung aus dem Blickfeld rückt. Denn dem Autor kommen verschiedene Ideen und spontane Einfälle in den Sinn, die er gerne in der Geschichte unterbringen möchte. Doch nicht selten verzettelt er sich dann und die Haupthandlung verschwimmt.

Bevor der Autor mit dem Schreiben beginnt, sollte er deshalb die Handlung seiner Geschichte in einem Satz zusammenfassen. Dadurch wird es leichter, den entscheidenden Handlungsverlauf nicht aus den Augen zu verlieren.

Wichtig bei dieser Zusammenfassung ist aber, dass sie den Hauptkonflikt benennt. Im Verlauf einer Geschichte treten viele verschiedene Konflikte auf. Doch der Hauptkonflikt ist das entscheidende Element. Er beinhaltet den Sachverhalt, der die Geschichte ausmacht, von dem die Geschichte lebt und durch den die Geschichte spannend wird. Insofern gibt der Hauptkonflikt den roten Faden vor und alle anderen Handlungen und Geschehnisse ordnen sich ihm unter.

Die Zusammenfassung selbst sollte übrigens aus einem eher einfachen Satz bestehen. Erfordert die Zusammenfassung einen komplizierten, verschachtelten Bandwurmsatz, kann das ein Hinweis darauf sein, dass die ganze Geschichte zu komplex ist.

 

Tipp 2: Der Plot

Der Plot ist die Basis für ein Buch. Er beschreibt den Handlungsverlauf der Geschichte. Der Handlungsverlauf wiederum entsteht, indem sich alle einzelnen Ereignisse innerhalb der Geschichte zu einem Ganzen verbinden. Dabei ist die Kausalität das wichtigste Merkmal von einem gelungenen Plot.

Kausalität meint, dass alle Ereignisse miteinander zusammenhängen. Alles, was im Verlauf der Geschichte passiert, ergibt sich aus einem vorhergehenden Ereignis. Die einzige Ausnahme bildet der Anfang. Das erste Ereignis der Geschichte braucht keine Vorgeschichte. Allerdings ist es dafür zuständig, dass der Handlungsverlauf in Gang gesetzt wird. Aus diesem Grund wird das Anfangsereignis auch als auslösendes Ereignis bezeichnet.

Im Prinzip lässt sich ein gelungener Plot deshalb mit Domino vergleichen: Wenn der erste Dominostein angestoßen wird, bewirkt er, dass alle anderen Dominosteine nacheinander ebenfalls umfallen. Beim Plot ist es ähnlich. So setzt das auslösende Ereignis die Geschichte in Gang und alle anderen Geschehnisse bauen darauf auf.

 

Tipp 3: Der Verlauf

Ein Buch erzählt eine Geschichte, bei der sich viele Ereignisse aneinanderreihen. Der Autor sollte sich deshalb zunächst überlegen, welche Geschehnisse die größte Rolle spielen und welche entscheidenden Wendepunkte es geben soll. Die Kurzzusammenfassung des Plots liefert das Grundgerüst für den Handlungsrahmen. Im nächsten Schritt geht es dann darum, die Abläufe so anzuordnen, dass Spannung entsteht. Dabei kommt die innere Dramatik dadurch zustande, dass sich die Ereignisse zuspitzen, um schließlich in einem Höhepunkt zu enden. Der Autor kann sich in diesem Zusammenhang an einem Dramenmodell orientieren. Bei Romanen und auch Drehbüchern wird am häufigsten das Dramenmodell aus drei Akten angewendet.

Dieses Dramenmodell geht auf Aristoteles zurück und baut sich wie folgt auf:

1.       Akt: Das auslösende Ereignis setzt die Handlung in Gang. Die ersten Geschehnisse passieren.

2.       Akt: Die Ereignisse spitzen sich immer weiter zu. Schließlich münden sie in einem Höhepunkt, der gleichzeitig ein einschneidender Wendepunkt im Handlungsverlauf ist.

3.       Akt: Nun folgen noch einmal besonders dramatische Geschehnisse, die schließlich im finalen Showdown münden und den Schluss einleiten. Der Schluss wiederum muss eine logische Folge der vorhergehenden Ereignisse sein und den Handlungsverlauf auflösen.

 

Tipp 4: Die Figuren

Eine gute Geschichte braucht interessante Figuren. Sie entstehen, wenn der Autor ihnen drei Dimensionen verleiht, nämlich

  • ·         ein markantes Äußeres,
  • ·         ein psychologisches Profil und
  • ·         einen sozialen Hintergrund.

Außerdem sollte der Autor seinen Figuren eine Besonderheit zuordnen, die die jeweilige Figur einzigartig macht und aus der Masse hervorstechen lässt. Bei dieser Besonderheit kann es sich um eine unverkennbare Äußerlichkeit, einen bestimmten Charakterzug, eine außergewöhnliche Angewohnheit, einen Tick, ein besonderes Hobby oder eine ungewöhnliche Lebensgeschichte handeln.

Ein hilfreicher Trick besteht darin, einer Figur einen bestimmten Wunsch oder ein Ziel zu geben, das die Figur entgegen aller Hürden, Hindernisse, Rückschläge und Unwägbarkeiten unbedingt erreichen will. Die Schwierigkeit bei einer Geschichte, die ein ganzes Buch füllt, besteht nämlich darin, das Interesse der Leser am Schicksal der Figur bis zum Ende aufrechtzuerhalten. Geht eine Figur nun unbeirrt ihren Weg immer weiter, bleiben die meisten Leser am Ball. Denn sie wollen wissen, ob die Figur ihr Ziel am Ende noch erreicht.

 

Tipp 5: Die Spannung

Ein spannender, in sich stimmiger Plot und interessante Figuren bilden das Fundament für die Geschichte. Wichtig ist aber, dass der Plot und die Figuren zusammenpassen. Wobei zusammenpassen nicht zwangsläufig bedeutet, dass der Autor Figuren schafft, die perfekt in das Umfeld passen.

Ganz im Gegenteil können gerade Gegensätze von Haus aus für eine gute Spannung sorgen. Erzählt das Buch beispielsweise die Geschichte eines Mannes, der aus einfachsten Verhältnissen stammt und sich plötzlich in der guten Gesellschaft wiederfindet, ergibt sich die Spannung automatisch aus der Frage heraus, wie der Mann klarkommen und die verschiedenen Situationen meistern wird.

Um diese Grundspannung weiter auszubauen, sollte der Autor unterschiedliche Spannungsmomente einbauen. Diese erreicht er unter anderem durch Rätsel, Missverständnisse, Geheimnisse, zeitliche Begrenzungen oder Konflikte. Die Konflikte wiederum kann der Mann mit sich selbst oder mit anderen austragen. Außerdem kann der Mann Konflikte zwischen anderen Figuren auslösen. Eine weitere Methode für den Aufbau von Spannung besteht darin, das Erzähltempo anzuziehen. Wenn die Ereignisse so kurz aufeinanderfolgen, dass sie sich fast überschlagen, und der Autor dazu noch einen knappen, abgehakten Schreibstil wählt, entsteht eine spannende, mitunter sogar dramatisch Stimmung.

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